Emergenza, Bandcontest und Nachwuchsfestival und die Kritik daran

Alexandra

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Emergenza ist ein Nachwuchsfestival in dem in einem so genanntem Bandcontest einzelnen Bands gegeneinander antreten. Allerdings ist Emergenza nicht frei von Kritik, wie die Wikipedia beschreibt:
Kritiker führen die Kommerzialisierung des Emergenza-Festivals an, die keine richtige Nachwuchsförderung biete. Die Eintrittspreise sind relativ hoch (zwischen 6,– und 15,– Euro), was unter Umständen sogar an sich interessiertes Publikum von der Veranstaltung fern hält. Da das Publikum bereits in den Vorrunden entscheidet, sind die Bands bemüht, ihre Fans zu mobilisieren und zum Kauf der Karten zu motivieren. Die Bands werden an den Einnahmen beteiligt, wenn sie mindestens 30 Karten an ihre Fans verkaufen können. Der Anteil, der dann in die Bandkassen fließt, steigt mit der Anzahl verkaufter Tickets. Dadurch wird ein Anreiz für die Musiker geschaffen, möglichst viele Zuschauer zu den Konzerten zu locken, was dem Veranstalter wiederum einen monetären Gewinn garantiert. Kritiker sehen hier den größten Fehler des Emergenza und einige Bands boykottieren den Contest, weil sie die Musik nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses sehen. Ein anderer Punkt ist, dass sich viele neutrale Zuschauer nicht alle Bands vom Anfang an ansehen. Besonders Bands, die einen durch die Auslosung einen frühen Spieltermin zugeteilt bekommen haben, sind dadurch in einer schlechten Position: Meist ist das Publikum noch nicht groß genug, als dass sie – auch bei einem qualitativ hochwertigen Auftritt – viele neutrale Zuschauer überzeugen könnten. Allerdings können interessante Bands, die nicht vom Publikum die notwendigen Stimmen bekommen haben, über sogenannte Wild Cards (die von einer technischen Jury verliehen werden) einen Platz für die weiteren Runden gewinnen.
Für mich fällt das ganze unter die Rubrik Abzocke.

Da gibt es Sponsonern, welche zum einen die Sachpreise bezahlen und wohlmöglich auch die Veranstaltung mitfinanzieren.
Dann gibt es noch teure Eintrittgelder.
Und die Künstler, die dafür sorgen, dass Leute kommen und der Sponsor auch fleißig Geld daläßt, müssen selber nochmals Geld mitbringen.

Für die Veranstalter ein rießen Geschäft, da sie im warsten Sinne des Wortes, das Geld hinterhergeschmissen bekommen.

Am Anfang spammte Emergenza auch recht ordentlich zahlreiche Musiker und Bands zu um hier Teilnehmer zu bekommen. Ich hatte damals Emergenza dann auch mal eine Mail zurück geschrieben, wobei ich mich wage gehalten hatte, was die Gage angingt und dazu ihnen den Vortitt gelassen hatte. Ich hätte ja schon gerne gewusst, was es ihnen Wert ist, wenn wir unsere Dienstleistung zur Verfügung stellen, damit sie ihr Geld verdienen.

Hallo,
ich freue mich über Ihr Angebot mich und meine Band zu buchen. Für ein solches Event, würden wir sogar auf einen Teil unserer üblichen Gage verzichten. Bitte teilen sie uns ihren Preisrahmen mit in dem sich unsere Gage bewegen sollte. Beachten Sie dabei bitte, dass für uns noch eine Übernachtung in einem Hotel und Catering zur Gage hinzukommt.

Bei Einvernehmen, werde ich ihnen unseren Vertrag zur Gegenzeichnung zusenden.

Gruß,
Alexandra
Aber warum bekam ich denn nun keine Antwort von ihnen?
Die werden doch wissen, warum sie uns buchen wollten und was wir denen wert sind, oder?
Ich habe dazu auch extra an die dort angegebene Email astrid@emergenza.net geschrieben, da der Benutzer ger1015 ja schon gesperrt worden war.

Aber ich war mir schon damals sicher, die werden mir bald ein seriöses und erhliches Angebot unterbreiten. :D


In einem Forum meldete sich dann sogar Andrea Petricca zu Wort, ihres Zeichen Emergenza Festival Worldwide Artistic Director und Germany Supervisor und kritisierte meine Ansicht zum Emergenza-Festival:

Zu Alexa:

Das ganze fällt für mich unter die Rubrik Abzocke.

Dass Du das Wort "Abzocke" verwendest, bedeutet, dass Du keine Ahnung von dem Festival hast, was sich auch später bestätigt. "Abzocke" bedeutet ja, sich in betrügerischer Art das Geld anderer Leute anzueignen.
Bei Emergenza sind die Regeln von vorneherein in unseren Geschäftsbedinungen (und nicht nur dort) für jeden klar und deutlich einsehbar. Damit wirklich jeder versteht, um was es geht, treffen wir jeden Teilnehmer persönlich. Wenn einer diese simplen Regeln nicht versteht, ist das dann wohl eher ein Problem seines IQ als was anderes. Emergenza verspricht nichts, was dann nicht gehalten würde.
Insofern kann man wirklich von "Abzocke" nicht die Rede sein. Die Bands bekommen das, wofür sie bezahlt haben (übrigens, es wird sehr oft und gerne vergessen dass jede teilnehmende Band bei der Anmeldung 1 Satz Ernie Ball Gitarren-und Bass-Saiten, Sticks von Regal Tip und Snarefelle von Remo in einem Gesamtwert bekommt, der höher ist als die 70,- EUR Anmeldegebühr.)
Na toll. Das kommt mir ja vor wie die ganzen Quizsendungen im TV, wo man "nur" für 0,49 Euro pro Anruf den rießen Gewinn bekommt und die Sendung ist doch gleich zu Ende, also bitte sofort anrufen.... :rolleyes:

Tatsächlich geht es darum mit der Hoffnung, den Sehnsüchten und weiterer Emotionen der Menschen ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen und dies unter sehr wager und schwammiger Versprechungen.

Das dazu versucht wird, wahllos Leute anzuwerben, ohne überhaupt zu wissen ob sie eine Band haben, musikalisch überhaupt etwas können oder gar Musiker sind, zeigt doch, dass euch da schon jedes unseriöse Mittel recht ist und nur die Masse zählt.

Und dass ihr so darauf besteht, wirklich jeden Teilnehmer persönlich dann zu sprechen, erweckt für mich eher den Eindruck einer rechtlichen Absicherung eurerseits. Denn ansosnten reicht für etwas "seriöses", ein einfacher Vartrag volkommen aus, ohne zusätzlichen wie auch immer nebenbei abgehaltene, mündliche Absprachen etc.

Das alles fällt für mich, so wie du es defeiniert hast, defenitiv unter Abzocke!



Als auch:
Da gibt es Sponsonern, welche zum einen die Sachpreise bezahlen und wohlmöglich auch die Veranstaltung mitfinanzieren.

Emergenza bekommt zwar Sachpreise von den Partnerfirmen zur Verfügung gestellt (im Wert von 1.000.000 $ und sie werden ALLE and die Bands als Preis vergeben), aber wir werden von KEINER Firma und KEINEM Partner finanziert.
Wer so auf Duten-Zitaten steht, sollte doch dann auch die Definition von "wohlmöglich" kennen, oder?

Aber egal, selbst die Sachpreise stellen eine Mitfinanzierung der Veranstaltung dar, die ansonsten ihr aus eigenener Tasche bezahlen müßtet.


Dann gibt es noch teure Eintrittgelder.
Und die Künstler, die dafür sorgen, dass Leute kommen und der Sponsor auch fleißig Geld daläßt, müssen selber nochmals Geld mitbringen.

Für die Veranstalter ein rießen Geschäft, da sie im warsten Sinne des Wortes, das Geld hinterhergeschmissen bekommen

Riesengeschäft? Sicher verdienen wir damit Geld, aber wie richtigerweise Navar in seinem Beitrag geschrieben hat, darf man nicht vergessen, was für Kosten dahinter stecken. Hast Du eine Ahnung was es kostet, die Columbiahalle in Berlin für einen Abend zu mieten? Oder die Live Music Hall in Köln? Vielleicht solltest du dich erst mal informieren. Von meiner Seite weiss ich, dass die Gesamtausgaben für 2006 (Clubs, Techniker, Personal, Reisekosten, Catering etc.) über 300.000,- EUR betragen. Die wir nicht von irgendeiner Versicherung oder städtischen Einrichtung bekommen. Sondern die eben nur durch die Konzerte und Anmeldungen bezahlt werden müssen.
Wenn das für dich bedeutet "das Geld hinterhergeschmissen zu bekommen", bitteschön. Ich weiss hingegen, was für Risiken dahinter stecken und wieviel Arbeit. Du offenbar nicht.
Also du schreibst ja schön viel über die Kosten. Aber dies hat doch gar keiner bestritten. :screwy:
Aber der Gewinn, der hier zu deiner Schreibwut über die Kosten führte, kommt doch irgentwie gar nicht zu Tage.
So nach dem Motto, reden wir von den Kosten, dann vergißt man den Gewinn.
Netter Versuch, aber das klappt so nicht.

Das verstärkt ja nur die Behauptung, dass ihr mit den Veranstaltungen euch schön die Taschen voll haut.



Zum Schluss: einige von euch scheinen empört zu sein, dass in unserer Promo das Wort "buchen" benutzt wird. Wenn ihr mir belegen könnt, dass das Verb "buchen" ausschließlich in Verbindung mit Gagenzahlungen zu verstehen ist, schenke ich euch eine kostenlose Teilnahme bei Emergenza ;)
Meines Wissens bedeutet das Wort - wie das englische "to book" - jemanden einzutragen, für jemanden fest einen Platz zu reservieren.
Buchen kommt nich aus dem englischen, sondern heißt insbesondere neben reservieren lassen, in ein Rechnungsbuch eintragen. Und dies heißt in der Regel und insbesondere bei Künstlern, eine Reservierung gegen Gage.

Das hier aber so schön irreführend, umgangssprachliche Begriffe anders als in der Praxis, von euch mißbraucht werden, steht nicht für eure Seriösität, sondern wie schon oben angesprochen für Abzocke!



Übrigens, ich weiss als Manager von einigen Bands wie oft eben eine Band "gebucht" wird, ohne dass Gagen im Spiel sind. Ich empfehle meinen Bands am Anfang ihrer Karriere trotzdem oft, solche Angebote wahrzunehmen.
Wenn ihr mit euren Bands tatsächlich bei euren Konzerten immer Gagen bekommt, freue ich mich für euch. Aber den Leuten zu sagen, das wäre aber die Norm, ist ein Zeichen von mangelnder Erfahrung in diesem Business.
Sugerriere den Leuten, deine Behauptung würde stimmen und dann sind sie auch gerne bereit, für einen Auftritt bei euch Geld zu zahlen.


Dies war ein Teil dieser Diskussion zu, über und mit Emergenza. Nochmals um auf das Wort Abzocke zu kommen. Ich benutzte dieses Wort im Gesamtkontex. Wenn man schaut, was hier beworben wir, wie es sugerriert wird und wie dann die Praxis tatsächlich aussieht, dann steht das gesamte Konzept für eine Abzocke.


Aber dann meldete sie sich aufgrund der zahlreichen Kritik noch ein letztes mal und ward dann nie mehr gelesen:

Die Argumentationen von Alexa mit ihren “Duten-Zitaten” (sic) muss man wohl nicht wirklich beantworten . Wer so vehement in Emergenza eine Abzocke sehen will, will und kann keine Gegenargumente akzeptieren. Ich wiederhole es ein letztes Mal, vielleicht verstehst Du es irgendwann: Es wird bei Emergenza NICHTS versprochen, was danach nicht gehalten wird. Du bist nur absolut desinformiert, vermutlich weil Du nie unsere Seite oder ein Konzert von uns besucht hast
"Vermutlich" vermutest du hier ziemlich viel über so ziemlich alle die euch kritisieren. Ich schau mir fast immer alle Seiten von Musikspamern an, zu denen ihr auch gehört. Und das habe ich bei euerm Spam nach dem durchlesen als nächstes getan. Ebenso wie eine Mail zu schreiben zu der ich aber keine Antwort bekommen habe.

Sehen möchte ich in Emergenza keine Abzocke, nur ergibt sich dies aus dem Ganzem. Insbesondere wenn du hier sozusagen vorgibst der Wohltäter für kleine Bands zu sein. Wer Bands ohne vorheriges hören und sehen, bei einem Kontst auf die Bühne für Geld holt, möchte einfach nur Masse. Da ist selbst eine Veranstaltung wie DSDS um Meilen seröser, wo grob Vorgaben gemacht werden und nach Kriterien ausgesiebt wird.

Im übrigen fehlen noch die Angaben zu den Einnahmen, damit wir hier effektiv die Bilanz prüfen können. Wo du doch so viel über die Kosten und anderes Geschrieben hast und dich wieder gegen das Wort Abzocke wehrst, wird dir ein kleiner Absatz über die Einnahmen doch nicht weh tun. Ihr verstuert doch eh alles korrekt, da dürfte das doch wirklich kein Problem sein, oder?



Alles in allem, blieb und bliebt auch heute noch ein recht fader Nachgeschmack was die Bandcontests der Emergenza-Festivals angeht.
 
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