Alterseinsamkeit ?

G

Gast327

Guest
Wenn man Einsamkeit als etwas Negatives ansieht, wird sie im Alter natürlich schlimmer.
Meine Erfahrungen?
Kriegsbedingte Eisamkeit ohne Familie, aber in Internaten mit vielen Mitschülern. Da ist man verd. alleine. Aber gute Lehrer gehabt, die unsere Neugierde weckten und die Lust zum Lernen. Die hat mich bis zum Alter nicht verlassen.

Alterseinsamkeit jetzt, dass ich mich mit der Tatsache rumschlagen muss, die Kinder weit weg zu wissen und sie nicht mal schnell bitten zu können, mir die ausgebrannte Dielenbirne zu wechseln, weil ich mich vor Schwindel nicht mehr auf die Leiter traue. Das ärgert natürlich, lässt sich aber nicht ändern.

Mit 75 hab ich angefangen mit Computer zu spielen aus Langeweile. So viele Möglichkeiten des virtuellen Reisens und so viele neue Menschen kennen gelernt, dass von Einsamkeit nichts mehr geblieben ist. Ich habe jederzeit, solange der PC nicht wieder mal streikt, die Möglichkeit irgendjemanden anzuschreiben: Hör mal, heute habe ich einen Sch...tag, erzähl mir bitte einen deftigen Witz, damit ich wieder lachen kann. Das funktioniert prima.

Man muss halt aus sich raus und auf die anderen zugehen, dann ist man nicht einsam. Schlimm wird es erst, wenn das Hirn streikt und man nur noch unbeweglich im Bett liegen muss. Aber ob es einem dann überhaupt noch was ausmacht? Gruß Treff
 

Luischen

Benutzer
Wenn man Einsamkeit als etwas Negatives ansieht, wird sie im Alter natürlich schlimmer.
Meine Erfahrungen?
Kriegsbedingte Eisamkeit ohne Familie, aber in Internaten mit vielen Mitschülern. Da ist man verd. alleine. Aber gute Lehrer gehabt, die unsere Neugierde weckten und die Lust zum Lernen. Die hat mich bis zum Alter nicht verlassen.

Alterseinsamkeit jetzt, dass ich mich mit der Tatsache rumschlagen muss, die Kinder weit weg zu wissen und sie nicht mal schnell bitten zu können, mir die ausgebrannte Dielenbirne zu wechseln, weil ich mich vor Schwindel nicht mehr auf die Leiter traue. Das ärgert natürlich, lässt sich aber nicht ändern.

Mit 75 hab ich angefangen mit Computer zu spielen aus Langeweile. So viele Möglichkeiten des virtuellen Reisens und so viele neue Menschen kennen gelernt, dass von Einsamkeit nichts mehr geblieben ist. Ich habe jederzeit, solange der PC nicht wieder mal streikt, die Möglichkeit irgendjemanden anzuschreiben: Hör mal, heute habe ich einen Sch...tag, erzähl mir bitte einen deftigen Witz, damit ich wieder lachen kann. Das funktioniert prima.

Man muss halt aus sich raus und auf die anderen zugehen, dann ist man nicht einsam. Schlimm wird es erst, wenn das Hirn streikt und man nur noch unbeweglich im Bett liegen muss. Aber ob es einem dann überhaupt noch was ausmacht? Gruß Treff
Ich halte das für eine ganz tolle Lebenseinstellung. Aktiv bleiben, am Leben interessiert, Lust auf Neues, immer noch jeden Tag dazu lernen...
Wer keine Angst vor dem Neuen hat, wird auch nicht alleine bleiben müssen. Per Handy kann man mittlerweile jederzeit alle möglichen Freunde anrufen, im Internet neue, nette Leute kennenlernen, in Seniorentreffs Anschluss finden, etc. Man muss sich aber halt auch trauen und bereit sein, sein eigenes Schneckenhaus auch einmal zu verlassen.
 
G

Gast750

Guest
Guten Abend zusammen, egal ob Alters bedingte Einsamkeit oder Trauer Einsamkeit, sich allein gelassen fühlen und damit zurecht kommen ist eine Übung. Heute denke ich, ich habe es geschafft, dann kommen aber doch wieder Momente der traurigen Einsamkeit, trotz hilfsbereiter Kinder u. Enkelkinder. Nach Möglichkeit nehme ich sie nicht in Anspruch und will meine Selbständigkeit behalten. Aber gut zu wissen, das sie da sind. Sich ein schönes Zuhause schaffen ist auch sehr wichtig. Ich war mein ganzes Leben lang hoch aktiv und habe kein Nachholbedarf. Dennoch sollte man aufgeschlossen für schöne Dinge sein. Ich male, und habe geschrieben. Es hilft vorübergehend. Für heute einen Wochenendgruß von Olivia.
 

juergie

Benutzer
Ich glaube auch, dass der Computer eine gute Möglichkeit ist seinen Horizont zu erweitern und sich weniger einsam zu fühlen. Gegen echte Kontakte hilft das leider auch nicht. Meine Kinder wohnen auch weiter weg und meine Frau ist leider verstorben. Trotzdem versuche ich nciht mich zu verkriechen, auch wenn das manchmal nciht so leicht fällt. Ich nutze Angebote meiner Gemeinde und über lege ob ich mir vielleicht einen kleinen Hund anschaffen will.
 

NadineL

Benutzer
Ich bin auch der Meinung, dass man nicht einsam sein muss, wenn man es nicht will. Es mag vllt anfangs eine Überwindung sein, aus sich herauszukommen, wenn man selbst eher ein ruhigerer Mensch ist, aber es gibt sehr viele Möglichkeiten Menschen zu treffen und so müsste eigentlich niemand alleine sein. Bsp. sind Seniorentreffs, Tanzabende,...
Sogar bei einer Zugfahrt kann man schon Menschen begegnen und sich somit nicht so alleine fühlen.
 

bamboleiro

Benutzer
Ja, jeder soll die Verantwortung für sein Leben übernehmen.
Wie die Vorrednerin schon sagte, im Museum, auf Spaziergängen oder im Cafe kann man Leute kennenlernen. Das gleiche gilt für Seniorenreisen, Sportveranstaltungen, im Tanzkurs auf einer Party oder im Internet.
 

greta

Aktives Mitglied
Wer schon immer etwas einsam war, viele Menschen scheute und auch am Wochenenden lieber allein war,
der ist das im Alter natürlich noch mehr.
Viele kapseln sich im Alter ab, wenn sie nicht mehr so mobil sind.
So einen großen Bekanntenkreis hat man meist auch nicht mehr.
Aber es kommt niemand, man muss sich schon selbst animieren. ;):cool:
 

kapuzinerkresse

Aktives Mitglied
Ich finde schon, dass es einen Unterschied zwischen alleine sein und einsam sein gibt.
Alleine können die meisten Menschen über einen gewissen Zeitraum gut sein. Einsam sein kann man auch in Gesellschaft von Menschen, mit denen man sich im Moment nicht wohl fühlt.

Gegen Einsamkeit kann es auch helfen, anderen Menschen etwas Gutes zu tun :)
 
Oben