Was hilft Euch gegen Stress - welche Erfahrungen macht Ihr?

nyhavn

Aktives Mitglied
Ich bin selbstständig und zähle zu vielen Menschen, die während der Coronakrise für längere Zeit eindeutig weniger als gewohnt gearbeitet haben. Oder besser gesagt… Ich habe erfreulicherweise immer pro Monat etwas verdient, aber eben viel weniger als zuvor. Das hat mir in den schwierigen Zeiten zusätzlich psychischen Stress bereitet.

Dann hat sich nach einem knappen Jahr etwas getan und schrittweise ist immer mehr dazu gekommen. Allerdings habe ich einen Fehler gemacht… Denn: Bei meinen vorherigen Tätigkeiten bin ich immer rasch weitergekommen und daher habe ich 40 Wochenstunden nicht gespürt. Jetzt arbeite ich zwar an Projekten, die mir liegen, und schätze mich glücklich, aber im letzten Monat habe ich eine Stunde statt 40 verrechnet. Teils weil ich müde bin und teils, weil ich aufgrund des Stresses nicht immer klar denken kann.

Auf Urlaub fahre ich erst im September, aber ich würde schon gerne früher entgegenwirken. Daher frage ich mich, ob und wie ich den Stress natürlich bewältigen bzw. reduzieren könnte. Wie sehen Eure diesbezüglichen Erfahrungswerte aus? Vielen Dank im Voraus!
 

Pacster

Benutzer
Wenn es jetzt um die Arbeit geht, muss man da auch mal Nein sagen können. Also wenn es einem zu viel wird, nicht zusätzlich mit Arbeit aufladen. Außerdem könnte eine Auflistung der Arbeit weiterhelfen. Aufschrieben was man tun muss, bis wann und dann immer diese Liste Schritt für Schritt abarbeiten.
Auch wenn man vielleicht glaubt, jede Minute müsste man in die Arbeit stecken wenn man schon im Verzug ist - man sollte sich trotzdem zeit für sich nehmen. Eine Stunde Sport, seinem Hobby nachgehen, soziale Kontakte pflegen oder sich Zeit für sich nehmen, bringt einem letztlich mehr als wie wenn man auch noch diese eine Stunde arbeiten würde. Man lädt die Akkus wieder auf und ist den Rest der Zeit viel fokussierter und kann konzentrierter arbeiten. Man braucht halt gerade in diesen Phasen einen Ausgleich.
Dann kann man auch versuchen an der eigenen Lebensweise etwas zu ändern: gesunde Ernährung, körperlich fit sein, Entspannungstee, natürliche Mittel, Entspannungsbäder, Duftöle, ausreichend Schlaf,...
 

nyhavn

Aktives Mitglied
Im Kontext der Arbeit hast Du gewissermaßen recht… Ich habe mich allerdings nicht zusätzlich mit Arbeit aufgeladen, obwohl es mir zu viel geworden war. Bei mir war und ist es der Klassiker, dass es vorher zu wenig war und dass dann alles zusammengekommen ist. Ich gehe es mit Tools wie Asana an und habe grundsätzlich einen guten Überblick. Außerdem habe ich bereits etwas zurückgeschraubt. Mir ist das nur etwas unangenehm, weil ich versprochene Dinge nur ungern nicht einhalte…

Hinsichtlich des Sportes eignen sich alle Disziplinen oder gibt es welche, die mehr als andere weiterhelfen? Das mit dem ausreichend viel Schlaf ist momentan auch so eine Sache. Ich kann noch so früh ins Bett gehen, aber die schwüle Hitze hilft nicht wirklich weiter. Und bist Du es selbst mit all diesen Ansätzen angegangen?
 

Pacster

Benutzer
Mach dir eine To-Do-Liste, gehe alles Schritt für Schritt durch, konzentriere dich auf die Aufgaben, die vor dir stehen,...
Ich würde jetzt sagen beim Sport ist es eher so, dass es ein Ausgleich ist. Da könntest du alles machen, was dir Spaß macht. Vielleicht musst du da deine Sportart erst finden. Ob das jetzt Ausdauersport ist, Kraftsport, Yoga,.... bleibt dir überlassen. Es geht eher darum den Alltag zu durchbrechen und du dich auch geistig erholen kannst. Sprich, abschalten mit anderen Tätigkeiten und dich ablenken für die Zeit, in der du Sport machst.
Ich mache regelmäßig Sport, von daher ist das ein guter Ausgleich für mich. Ich brauche eher weniger von den anderen Sachen. Früher war das noch anders da habe ich es eher nicht langfristig angelegt sondern musste alles schnell gehen:) Da habe ich dann auch mal Shyx genommen oder Baldriandrops eingenommen. Aber letztlich ist das alles eine Hilfe und man muss mehr verändern. Dann erschüttert einem auch nicht gleich etwas.
 
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