Was denkte Ihr über Minimalismus?

Sonnenschein

Moderator
Teammitglied
Weniger Konsum. Weniger Materialismus. Mehr Wesentliches.
Mehr Klarheit. Mehr Freiheit
Mehr Sein

Neulich habe ich im Fernsehen ein Pärchen gesehen die andere Einstellung hatten:
"Weniger besitzen, mehr leben"
Das Pärchen hat kleine Wohnung gesucht.

Wir leben im Überflusskonsum.

Unter Minimalismus verstehe ich, wenig materielle Dinge besitzen zu wollen
und dafür mehr zu leben. Minimalismus klingt für mich aber auch irgendwie
nach Verzicht.

Bringt einfaches Leben zahlreiche Vorteile mit sich?

Ich lebe in gewissem Minimalismus, mit dem auskommen, was ich wirklich brauche.
Im Vordergrund stehen für mich auf jeden Fall; das Leben nach meinen Werten
und die Beziehungen zu anderen Menschen, und nicht das Streben nach
materiellen Dingen.

Trotzdem besitze ich einige Sachen die eigentlich gar nicht brauche, ich könnte mich
von ein Paar Sachen trennen.

Können wir damit unser Leben mehr und mehr zu vereinfachen?
Ausmisten, reduzieren, weggeben, loslassen
"Loslassen befreit"

Weniger statt mehr, langsam statt schnell, offline statt online,
Fahrradweg statt Autobahn?
Wir hören über zunehmende Zahl an Menschen, die an
Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit, Erschöpfungssyndrom,
Burnout oder Depressionen leiden.


Neuanfang mit weniger Besitz zu leben.
Das wäre auch was für mich; Konsum minimieren.
Ich denke darüber nach
Weniger ist mehr ( und erfüllender)



Wäre das auch was für Euch?

LG Malgosia
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Der müde Joe

Aktives Mitglied
Tja, die Sache ist nicht so einfach, wie sie zunächst scheint. In meinen Träumen sehe ich mich schon hin und wieder in einer einfachen Blockhütte an einem Bergsee, wie ich das einfache und harte Leben genieße und ganz ich selbst bin. Dann wieder sehe ich mich, wie ich mich schlapp fühle und keinen Bock habe, einen m³ Holz zu hacken, damit ich nicht friere und kochen kann, wenn ich etwas erbeutet habe. Oder alles verkaufen und im Wohnmobil durch die Welt, als Pensionär ja grundsätzlich kein Problem. Nur meine Frau, die müßte zuhause bleiben, weil sie noch arbeiten muß. - Das ist es also auch nicht...

Aber selbst die Lightversion des einfachen Lebens hat so seine Tücken. Allein wenn ich mich von meinen ca. 5 m³ Büchern trenne (und von den Regalen, die ich dann ja nicht mehr brauche, hätte ich viel mehr Platz. Dann die 1000 CDs und 200 DVDs. Gibt es ja eigentlich alles online, muß hier nicht rumliegen. Auch 2 Schrankmeter Klamotten müssen sicherlich nicht sein, da könnte man stark reduzieren. Essensvorräte, mit denen man ohne Verzicht auch einen Monat eingeschneit sein könnte. Und diese ganzen Gerätschaften, die man bloß zweimal im Jahr braucht: Wok, Fondueset, heißer Stein, Raclette, Fleischwolf, ... Und all das andere Küchenzeug, mit dem man auch locker mehrere Haushalte ausstatten könnte, mehrere Sätze Geschirr und Besteck, Töpfe für alle Anlässe. Massenweise Gesellschaftsspiele, die seit den 80ern niemand mehr angerührt hat. Ja, ich gebe es ganz offen zu, diese Wohnung ist voller Dinge, die ich eigentlich nicht brauche und da sind die ganzen "Deko-Teilchen" noch gar nicht eingerechnet. ABER:

1. Wohin mit dem Zeug? Ich wohne ein bißchen abgelegen, keine großen Flohmärkte in der Nähe und auch für Abholer eher am AdW. Am Ende müßte man es wirklich alles verramschen und das täte mir dann schon wieder leid, vor allem auch das Wissen, daß der, der es billig aufgekauft hat, es in kleinen Portionen mit satte Gewinn weiter verkauft. Aber mir fehlen eben ein Ladenlokal, die nötige Zeit/ Geduld, die richtigen Kontakte, das Know-how und alles andere.

2. Wer kennt das nicht? Nach Jahren hat man endlich mal ausgemistet, gerne anläßlich einer Trennung oder eines Umzugs. Was fühlt man sich frei ohne den ganzen Mist! Und dann, zwei Wochen später, braucht man genau das, was man vorher jahrelang nicht angefaßt, aber soeben entsorgt hat. Sch...e! Gucken, ob es noch da ist? Zurückfordern? Irgendwo ausleihen? Oder doch neu kaufen???

3. So, der Kram ist weg, die nicht mehr benötigten Möbel auch, die Wohnung weitgehend leer. Für den verbliebenen Rest kaufe ich neue (kleinere) Schränke. Aber jetzt sieht die Wohnung nackt aus. Und kahl. Und kalt. Und überhaupt ungemütlich. Ich könnte eine kleinere Wohnung suchen, vielleicht auch eine billigere oder in besserer Lage? Aber am Ende brauche ich doch ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein Kinderzimmer, es werden also wieder 3 Zimmer. Und damit ändert sich auch an der Grundfläche nicht viel.

4. Außerdem kann man ja auch nicht einfach alles weggeben. Es sind ja nicht nur Bücher, Kleider, Haushaltsgeräte, es sind auch Erinnerungen an andere Zeiten, mit anderen Menschen in einer anderen Welt. Verflossene Liebschaften, die Studienzeit, die Junggesellenzeit, der Urlaub in X-Land und der Trip nach Y-Stadt, damals mit A, B und C... Ich kann doch irgendwie nicht mein ganzes Leben weggeben...

Am Ende bleibt es ein loses Vorhaben. Wir können ja mal sehen, wenn wir das nächste Mal sowieso umziehen, dann misten wir mal so richtig aus... Und wie bei allen vorherigen Umzügen auch fehlt dann die nötige Muße, also kommt das Zeug erstmal mit. Stellen wir im neuen Haus in den Keller und kümmern wir uns dann später drum. Wenn der nächste Umzug ansteht vielleicht, wenn nichts dazwischen kommt...
 

SebSeb

Benutzer
hi,
naja, das kommt drauf an. meiner meinung nach sind wir alle in irgendeinen bereich irgendwie minimalisten. es kommt da schätzomativ auf die dosis drauf an. ein bisschen ist immer gut. aber wenns dann krankhaft wird, dann ist das nicht so schön. solang man sich selbst und andere halt nicht gefährdet^^. aber ein bisschen weniger konsumwahn tut uns allen gut.
 

centeredd

Benutzer
Also ich denke - es ist zum einen sehr gut, aber ich lebe den Minimalismus nicht wirklich geb ich zu, alleine meine Einrichtung spricht da dagegen, aber der Grundgedanke ist ein guter sich zu reduzieren und Altlasten abzuwerfen.
 
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