Schöpfung oder Evolution?

In der Schule muss ich einen Vortrag über die Frage "Evolution oder Schöpfung" halten, also möchte ich hier die Frage stellen ( natürlich nicht als Hilfe für den Unterricht ) was die Gedanken im Forum darüber sind. Selbst bin ich der Meinung das DER ANFANG von "Irgendetwas" geschaffen wurde, dann aber die Physik und Chemie 'weitergearbeitet' haben.
 

Pölchen

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Evolution:

Evolution ist die Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation. Diese Merkmale sind in Form von Genen kodiert, die bei der Fortpflanzung kopiert und an den Nachwuchs weitergegeben werden. Durch Mutationen entstehen unterschiedliche Varianten (Allele) dieser Gene, die veränderte oder neue Merkmale verursachen können. Diese führen zu erblich bedingten Unterschieden (Genetische Variation) zwischen Individuen. Evolution findet statt, wenn sich die Häufigkeit dieser Allele in einer Population (die Allelfrequenz) ändert, diese Merkmale in einer Population also seltener oder häufiger werden. Dies geschieht entweder durch Natürliche Selektion (unterschiedliche Überlebens- und Reproduktionsrate aufgrund dieser Merkmale), oder zufällig durch Gendrift.

Natürliche Selektion tritt auf, weil Individuen mit Merkmalen, die für das Überleben und die Fortpflanzung vorteilhaft sind, mehr Nachwuchs produzieren können als Individuen ohne diese Merkmale. Daher werden sie mehr Kopien ihrer vererbbaren Merkmale in die nächste Generation einbringen. Dies führt dazu, dass vorteilhafte Merkmale im Laufe der Zeit häufiger werden, während unvorteilhafte seltener werden. Durch diesen Prozess können über viele Generationen unterschiedliche Anpassungen an Umweltbedingungen entstehen. Wenn genetische Differenzen innerhalb oder zwischen Populationen von Lebewesen einer Art immer zahlreicher werden, kann sich diese Art in neue Arten aufspalten (Speziation). Die Ähnlichkeit zwischen den Lebewesen legt nahe, dass alle bekannten Arten von einer einzigen ursprünglichen Art abstammen und durch diesen Prozess der allmählichen Verstärkung von Unterschieden entstanden sind (Deszendenz).

Die Theorie der Evolution durch Natürliche Selektion wurde erstmals ausführlich von Charles Darwin in seinem 1859 erschienenen Buch The Origin of Species dargestellt. In den 1930er Jahren wurde Darwins natürliche Selektion mit den mendelschen Regeln zur Vererbung verbunden, daraus entstand die Synthetische Theorie der Evolution. Mit ihrer außerordentlichen erklärenden und vorhersagenden Kraft wurde diese Theorie zum zentralen organisierenden Prinzip der modernen Biologie. Sie liefert die Erklärung für die Vielfalt des Lebens auf der Erde.



Schöpfung:

In den verschiedenen Religionen bezeichnet Schöpfung die Erschaffung der Welt, der Dinge und die Entstehung des Menschen, meistens durch eine eigenständige Macht (Gott).

Ein Schöpfungsmythos ist eine zumeist theologische oder religiöse Erklärung zur Entstehung der Welt und des Universums. Manchmal wird in Schöpfungsmythen auch der Ursprung des Menschen und sein Stand in der Welt begründet; siehe auch Mythos.

Alle Schöpfungsmythen gehen von einer Macht (oder mehreren Mächten, gewöhnlich als Gott oder Götter personifiziert) aus, die (der) oft aus dem Nichts oder aus einem indifferenten Zustand (Chaos) heraus entstand, aber immer bereits vor der Welt existierte, und diese dann (zumeist aus sich selbst heraus) kreiert hat.
Der letztendliche Ursprung der Welt wird somit auf eine erste Ursache zurückgeführt, die nicht weiter hinterfragt werden kann.



wenns noch nicht zu spät ist ^^
 

Hermine

Aktives Mitglied
das eine ist die theologische(religiöse) vorstellung der mensch und welt-werdung.
das andere ist die wissenschaftliche vorstellung desselben.
ich würde mal so provokant sagen: die meinen bzw. beschreiben das selbe, nur mit anderen mechanismen, darüber gibts ja auch momentan ziemlich viel diskussionen in amerika..google mal: kreationismus.

könnte ne interessante diskussion ergeben
 

Kampfkugel

Aktives Mitglied
Also wenn ich dich richtig verstanden habe, gehst du davon aus, dass irgendeine höhere Macht alles erschaffen hat und sich danach alles selbst entwickelt hat?
Also Urknall und danach guckt wies weitergeht?
Wenn ja, dann stimme ich dir mit dieser Idee überein. Ich glaube nicht an den "Schwachsinn" den die Kirche verbreitet. Man kann z.B. ganz einfach beweisen, dass die Erde schon länger als 6300 Jahre existiert. Allerdings kann noch keiner genau sagen was vor der entstehung des Alls war, bzw. wie es genau zum urknall kam usw. (darf ich morgen n vortrag drüber halten)

Kurz zusammengefasst, ich bin ein Vertreter der Evolutionstheorie.
 
ja, genau so mein ich das also Urknall und dann mal schaun wies weiter geht, aber da hab ich noch ne frage an dich da du dich mit diesen themen gut auszukennen scheinst: hast du eine idee wie das mit der grösse des universums ist, weil ich kann mir einfach nicht vorstellen das etwas UNENDLICH SEIN KANN. (ich hoffe du verstehst das was ich jetz schreib) verglichen mit der zeit kann nichts unendlich sein ich mein alles hat zeitlich gesehen ein ende, vom existieren eines einzellers bis zum bestehen eines sterns, wie also kann etwas räumlich unbegrenzt sein, da wiederum stellt sich die frage wie würde dann diese räumlich barriere aussehen und was komm dahinter??? ich weis fragen über fragen und leider gibt es darauf auch (noch) keine plausieblen antworten, trotzdem hoffe ich hier etwas darüber zu erfahren und darüber wie andere menschen denken.
 

Prodigium

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Evolution.
Schöpfung kommt für mich nicht in die Frage, weil ich an nichts sollches glaube, was irgendwas in der Richtung erzeugen könnte.
Die Biochemie hat gestimmt und mit der Zeit ist es geworden, meiner Meinung nach.
 

Siedlerin

Benutzer
Hi!

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles hier ohne Gott entstanden sein soll. Für mich hatte Gott da eindeutig die Finger im Spiel und die Evolutionstheorie besteht ja sowieso nur aus Vermutungen, da ist vieles nicht bewiesen.

Demnach stellt sich einfach die Frage, glaube ich an Gott oder an die Wissenschaftler?

Ich sage nicht dass die Wissenschaft völlig falsches liegt, aber ich bin der Meinung dass Gott für das was sich in der Wissenschaft entwickelt verantwortlich ist.

Be blessed

Siedlerin
 

st@ck_overflow

Aktives Mitglied
Original von Siedlerin
Hi!

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles hier ohne Gott entstanden sein soll. Für mich hatte Gott da eindeutig die Finger im Spiel und die Evolutionstheorie besteht ja sowieso nur aus Vermutungen, da ist vieles nicht bewiesen.
Vieles nicht beweisen ist nicht ganz richtig. Man weiß auf dem Sektor der Evolutionsbiologie noch nicht alles, das ist richtig. Allerdings sind Mutation, Modifikation und Selektion zuweilen logische Vorgänge und wenn man sieht, wie spezialisiert einige Tiere auf der Welt sind, dann würde das im Umkehrschluß auf die Schöpfung bedeuten, Gott hätte erstmal ein paar Jahre zum Üben gebraucht :)


Demnach stellt sich einfach die Frage, glaube ich an Gott oder an die Wissenschaftler?

Ich sage nicht dass die Wissenschaft völlig falsches liegt, aber ich bin der Meinung dass Gott für das was sich in der Wissenschaft entwickelt verantwortlich ist.

Be blessed

Siedlerin
Eine interessante Theorie, die leider weder beweis- noch interpretierbar ist. Im allgemeinen klingt hier aber die (völlig menschliche) Arroganz heraus, dass sich ein übernatürliches Wesen, welches Raum und Zeit beherrscht, grundsätzlich nur mit uns befasst. Dabei sind wir im Universum ja wohl höchstwahrscheinlich kleine Lichter.


Der Kreationismus selbst ist vom Beweisgehalt her schon viel weiter abgedriftet, als es die noch junge Evolutionsbiologie überhaupt hinbekommen würde. Legt man die Schöpfung wörtlich aus, war wohl oder übel kein Platz für Dinosaurier, interpretiert man sie unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten, kommen da so lustige Sachen raus, wie eine große Flut vor paar tausend Jahren, die dafür verantwortlich ist, dass Geologien, Archäologen und was weiß ich nicht wer alles noch so falsche Ergebnisse rausbekommen.

Im Grunde genommen muss man sich aber, will man Antworten wie "Habens die Dinos auf die Arche geschafft?" haben, mit der Evolutionsbiologie befassen, was unweigerlich zur Folge hat, dass eine strikte Auslegung der Bibel absolut unmöglich wird. Stellt sich nur die Frage, was Gott damit bezweckt hat, uns Horoskope zu schicken, in die man grundsätzlich alles hineininterpretieren kann?



EDIT: Was mir grade noch einfällt: Evolutionsbiologie lässt sich sogar recht einfach beweisen. Man muss nur mal zum Kaninchenzüchter um die Ecke schauen. Denn dort finden sich die Ergebnisse, die der Mensch durch gezielte Selektion herbeigeführt hat. Ebenso siehts mit Hunden aus. Die Mendelsche Vererbungslehre ist untrennbar mit der Evolutionsbiologie verbunden.
 

Siedlerin

Benutzer
@Prodigium

Natürlich gibt es keinen Beweis für Gott, deshalb heisst es ja auch GLAUBE und nicht WISSEN.

@stack-overflow
Ich bestreite Mutationen nicht. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass das besagt dass Gott Übung brauchte. Als sich verschiedene Tiere an ihre Umgebung anpassten war die Zeit der Entfaltung. Das Klima hat sich ja auch im Laufe der Zeit verändert. Viele Arten würde es heut nicht mehr geben wenn sie nicht in der Lage gewesen wären sich anzupassen. Diese Fähigkeit haben sie meiner Meinung nach jedoch nicht selbst entwickelt sondern sie wurde von Gott gegeben. Wobei ich jedoch nicht glaube dass der Vogel aus dem Fisch entstand ^^ Wenn man heute nen Eisbär vom Nordpol nach Deutschland in den Zoo steckt passt er sich dem deutschen Klima auch an ...
Gott könnte jeden Menschen perfekt machen, aber er tut es nicht, weil er will dass wir uns selbst entscheiden und uns danach entfalten.
Mit der Mutation vom Affen zum Menschen habe ich allerdings ein Problem.
Ob wir nun vom Affen abstammen weiß ich nicht. Ich frage mich nur wie man behaupten kann, dass die Erbsubstanz des Menschen zu 98% mit der Erbsubstanz des Schimpansen übereinstimmt, wenn von 100.000 Proteinen nur die 40 Grundproteine verglichen wurden? Diese Grundproteine enthalten allgemein lebensnotwendige Moleküle. Diese Struktur ist auch noch bei vielen anderen Lebewesen vorhanden. Die Methode zeigt auch dass Hühner und Krokodile nahe stehende Verwandte des Menschen sind. Für mich sind genetische Ähnlichkeiten kein Beweis für Evolution, weil diese Ähnlichkeiten überhaupt nicht mit dem Evolutionsschema der Wissenschaftler übereinstimmt. Für mich ist es logisch, dass es gewisse Ähnlichkeiten gibt, weil ja alle Lebewesen aus den selben Wassermolekülen bestehen, sie leben in der selben Atmosphäre und essen ähnliches. Somit haben zum Beispiel auch Säugetiere oft einen ähnlichen Stoffwechsel. Das beweist für mich aber nicht die Evolution sondern, dass wir lediglich aus den gleichen Dingen bestehen. Also muss es nicht sein dass wir uns alle aus einem einzelnen Ding entwickelt haben sondern kann genauso gut sein, dass jedes Ding sich separat entwickelt hat und das liegt der Theorie der Schöpfung ziemlich nahe. Ich lehne die Wissenschaft nicht ab, denn viele Wissenschaftler die an der Evolutionstheorie gearbeitet haben waren Christen und vergleiche gerne die Wissenschaft mit dem Wort Gottes und finde immer wieder Gemeinsamkeit. Das ist wirklich erstaunlich.

Übrigens befasst sich Gott nicht nur mit der Art „Mensch“ Er kümmert sich genauso um die Tiere, Pflanzen, das Klima etc. Was dabei arrogant ist weiß ich nicht ^^

Ich bin der Meinung, dass in Hiob 40,15-22 ein Dino beschrieben wird:
"Schau dir den Behemot2 an, den ich geschaffen habe wie auch dich! Er frisst Gras wie ein Rind.16 Wie stark sind seine Lenden, welche Kraft hat er in den Muskeln seines Bauches! 17 Er macht seinen Schwanz steif wie eine Zeder, dicht verflochten sind die Sehnen an den Schenkeln. 18 Seine Knochen sind fest wie Bronzeröhren, seine Rippen gleichen Eisenstangen. 19 Unter meinen Werken nimmt er den ersten Platz ein, und nur ich, sein Schöpfer, kann das Schwert gegen ihn ziehen. 20 Auf den Hügeln wächst das Gras, sein Futter, und die wilden Tiere spielen neben ihm. 21 Er liegt unter Lotusbüschen, versteckt sich im Schilf und im Sumpf. 22 Die Lotusbüsche verbergen ihn und spenden ihm Schatten, bei den Pappeln am Ufer findet er Schutz.

Behemot kommt aus dem hebräischen und wird als „Ungeheuer“ übersetzt. Die Beschreibung im Bibeltext könnte auf einen Dino hindeuten. Natürlich kann man das nicht beweisen, aber es ist nicht auszuschließen..
Ob es die Dinos auf die Arche geschafft haben weiß ich nicht.

Das Beispiel mit den Kaninchen beweist Mutationen aber nicht die Evolutionsbiologie. Der Kaninchenzüchter paart zwei verschiedene Arten und stellt fest dass daraus eine Mischung der Art entsteht. Die Evolutionstheorie besagt aber dass es zum Beispiel am Anfang nur Tiere gab die im Wasser lebten. Da stellt sich dann die Frage welches Tier hat sich mit welchem gepaart, dass am Ende ein Reptil rauskam? Denn das eigentlich Reptil gabs ja noch gar nicht. Wenn du immer wieder und immer wieder verschiedene Kaninchen miteinander paarst und deren Kinder dann wieder mit einem anderen Kaninchenmischling paarst usw. wird daraus (im übertriebenen Sinne!) net in hunderten oder tausenden Jahren ein Vogel werden, weil es das Kaninchen einfach keine Anlagen für Flügel besitzt und zur damaligen Zeit konnte es sich nicht mit einem Vogel paaren weil es ja laut Evolution noch keinen Vogel gab.

Also mein Fazit: Die Evolution lässt sich genauso wenig beweisen wie die Bibel. Also glaub einfach jeder was er für richtig hält.

Be blessed
Siedlerin
 

st@ck_overflow

Aktives Mitglied
Original von Siedlerin
Das Beispiel mit den Kaninchen beweist Mutationen aber nicht die Evolutionsbiologie. Der Kaninchenzüchter paart zwei verschiedene Arten und stellt fest dass daraus eine Mischung der Art entsteht. Die Evolutionstheorie besagt aber dass es zum Beispiel am Anfang nur Tiere gab die im Wasser lebten. Da stellt sich dann die Frage welches Tier hat sich mit welchem gepaart, dass am Ende ein Reptil rauskam? Denn das eigentlich Reptil gabs ja noch gar nicht. Wenn du immer wieder und immer wieder verschiedene Kaninchen miteinander paarst und deren Kinder dann wieder mit einem anderen Kaninchenmischling paarst usw. wird daraus (im übertriebenen Sinne!) net in hunderten oder tausenden Jahren ein Vogel werden, weil es das Kaninchen einfach keine Anlagen für Flügel besitzt und zur damaligen Zeit konnte es sich nicht mit einem Vogel paaren weil es ja laut Evolution noch keinen Vogel gab.

Also mein Fazit: Die Evolution lässt sich genauso wenig beweisen wie die Bibel. Also glaub einfach jeder was er für richtig hält.

Be blessed
Siedlerin
Nein, da gehts auch nicht um Mutation, sondern in diesem Fall durch (unnatürliche) Selektion. Vielleicht waren auch Kaninchen das falsche Beispiel. Nehm die Rinderzucht, in der erreicht wurde, dass Kühe heutzutage besonders viel verwertbares Fleisch mit sich rumschleppen. Das alles ist das Ergebnis einer Selektion, d.h. man hat über Jahre hinweg nur besonders ich nenns mal dicke Kühe gepaart und als Ergebnis eben welche erhalten, die von der Veranlagung der Elterntiere her bereits mehr auf den Knochen haben.
Um Mutation zu erklären, brauchst du dich nur fragen, wieso du jedes Jahr zur Grippeimpfung rennst.


Wobei ich jedoch nicht glaube dass der Vogel aus dem Fisch entstand
Deine These hat einen kleinen Haken: Nur weil sich Tiere und Pflanzen voneinander stark unterscheiden, heißt das noch lange nicht, dass sie vollkommen unabhängig von einem ersten Mehrzeller entstanden sein müssen. Dass ein Vogel fliegen kann, ist das Ergebnis einer unzählige Jahre andauernden Spezialisierung, die wohl damit begonnen haben könnte (oder auch nicht), dass die Tierchen erstmal nur besonders gut hüpfen (und vielleicht auch segeln) konnten. Und selbst wenn die Entwicklung von unterschiedlichen Lebensform unabhängig voneinander stattgefunden hat, ist das noch lange kein Kriterium, das die Evolutionsbiologie in Frage stellt. Ganz im Gegenteil: Da sie Anpassungszwang als Voraussetzung für Mutation, Modifikation und Selektion sieht, sind unterschiedliche Organismen, mit denen das Leben begonnen hat, in unterschiedlichen Zonen der Erde und unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ja sogar ein perfekter Beleg für diese Theorie.

Gott könnte jeden Menschen perfekt machen, aber er tut es nicht, weil er will dass wir uns selbst entscheiden und uns danach entfalten.
Da muss man erstmal definieren, was freier Wille überhaupt ist. Würde jetzt aber den Rahmen sprengen. Das Argument ist weiterhin haltlos.

Ob wir nun vom Affen abstammen weiß ich nicht...
Hier gehts darum, was wir von den Affen wissen. Nicht nur die Erbinformationen sind ähnlich, ich nehme mal du meintest nicht Proteine, sondern Aminosäuren. Davon gibts 20 Stück, die die codierung der DNS übernehmen. Die Erbinformation entsteht durch bestimmte Verkettungen dieser Aminosäuren. Aber nicht nur das ist ähnlich. Auch das Verhalten von Affen, der Körperbau, die Entwicklung usw. ist durchaus vergleichbar.



Worauf du im Endeffekt hinauswillst, ist eine typische Erscheinung, die im Menschen seit jeher fest verankert ist: Er versucht Dinge, die er sich nicht erklären kann, zu personifizieren. Viele Naturvölker haben viele Donnergötter hervorgebracht, die Römer und Griechen hatten ja für fast alles ihre eigene Gottheit. Aber für mich ist das ein bisschen zu einfach gedacht. Die Evolutionsbiologie steckt im Grunde genommen noch in den Kinderschuhen und stößt natürlich in gewissen Bereichen an ihre Grenzen.


Im Grunde genommen ist alles nur eine Theorie. Aber Evolution passt schlicht und ergreifend besser, als ein Gott.

Weil man, wenn man sich der Schöpfung zuwendet, auf viel größere Ungereimtheiten trifft. So muss ja auch irgendwas Gott erschaffen haben. Etwas, was existiert, muss seine Existenz auch begonnen haben. Daraus lässt sich folgern, dass irgendetwas auch Gott erschaffen musste. Thomas von Aquins Gottesbeweis, der eine erste Ursache für alles sucht, ist somit nicht mehr, als ein Gedankenspiel. Die Frage, die sich dann stellt, ist die: Warum suchen wir einen Gott, wenn er nicht der Anfang von allem ist? Er wäre nur ein weiteres Glied in der Kausalkette und würde uns auf unserer Suche nach dem Anfang nicht weiterhelfen.

Dann gibt es noch das sog. Allmachtsparadoxon. Ein Wesen, welches aus dem Nichts alles erschaffen kann, wäre per Definition allmächtig. Und da tun sich weiterhin Probleme auf, weil ein allmöchtiges Wesen ja eigentlich Sachen erschaffen könnte, die weit über die Logik hinausgehen und somit die Allmacht an sich in Frage stellen. Die Beispielfrage dazu lautet: "Kann ein allmächtiges Wesen einen so schweren Stein erschaffen, dass er ihn selbst nicht heben kann?"


Im Grunde genommen halte ich mich wohl wahrscheinlich für einen pragmatischen Atheisten. Wir brauchen keinen Gott, da wir irgendwann alles selbst erklären können.
 
Original von Pölchen
Evolution:

Evolution ist die Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation. Diese Merkmale sind in Form von Genen kodiert, die bei der Fortpflanzung kopiert und an den Nachwuchs weitergegeben werden. Durch Mutationen entstehen unterschiedliche Varianten (Allele) dieser Gene, die veränderte oder neue Merkmale verursachen können. Diese führen zu erblich bedingten Unterschieden (Genetische Variation) zwischen Individuen. Evolution findet statt, wenn sich die Häufigkeit dieser Allele in einer Population (die Allelfrequenz) ändert, diese Merkmale in einer Population also seltener oder häufiger werden. Dies geschieht entweder durch Natürliche Selektion (unterschiedliche Überlebens- und Reproduktionsrate aufgrund dieser Merkmale), oder zufällig durch Gendrift.

Natürliche Selektion tritt auf, weil Individuen mit Merkmalen, die für das Überleben und die Fortpflanzung vorteilhaft sind, mehr Nachwuchs produzieren können als Individuen ohne diese Merkmale. Daher werden sie mehr Kopien ihrer vererbbaren Merkmale in die nächste Generation einbringen. Dies führt dazu, dass vorteilhafte Merkmale im Laufe der Zeit häufiger werden, während unvorteilhafte seltener werden. Durch diesen Prozess können über viele Generationen unterschiedliche Anpassungen an Umweltbedingungen entstehen. Wenn genetische Differenzen innerhalb oder zwischen Populationen von Lebewesen einer Art immer zahlreicher werden, kann sich diese Art in neue Arten aufspalten (Speziation). Die Ähnlichkeit zwischen den Lebewesen legt nahe, dass alle bekannten Arten von einer einzigen ursprünglichen Art abstammen und durch diesen Prozess der allmählichen Verstärkung von Unterschieden entstanden sind (Deszendenz).

Die Theorie der Evolution durch Natürliche Selektion wurde erstmals ausführlich von Charles Darwin in seinem 1859 erschienenen Buch The Origin of Species dargestellt. In den 1930er Jahren wurde Darwins natürliche Selektion mit den mendelschen Regeln zur Vererbung verbunden, daraus entstand die Synthetische Theorie der Evolution. Mit ihrer außerordentlichen erklärenden und vorhersagenden Kraft wurde diese Theorie zum zentralen organisierenden Prinzip der modernen Biologie. Sie liefert die Erklärung für die Vielfalt des Lebens auf der Erde.



Schöpfung:

In den verschiedenen Religionen bezeichnet Schöpfung die Erschaffung der Welt, der Dinge und die Entstehung des Menschen, meistens durch eine eigenständige Macht (Gott).

Ein Schöpfungsmythos ist eine zumeist theologische oder religiöse Erklärung zur Entstehung der Welt und des Universums. Manchmal wird in Schöpfungsmythen auch der Ursprung des Menschen und sein Stand in der Welt begründet; siehe auch Mythos.

Alle Schöpfungsmythen gehen von einer Macht (oder mehreren Mächten, gewöhnlich als Gott oder Götter personifiziert) aus, die (der) oft aus dem Nichts oder aus einem indifferenten Zustand (Chaos) heraus entstand, aber immer bereits vor der Welt existierte, und diese dann (zumeist aus sich selbst heraus) kreiert hat.
Der letztendliche Ursprung der Welt wird somit auf eine erste Ursache zurückgeführt, die nicht weiter hinterfragt werden kann.



wenns noch nicht zu spät ist ^^

Voll von wikipedia kopiert...
 

dutti

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ja weil wiki es auf den punkt bringt vlt?! @der_mensch1992

ganz klar evolutionstheorie.

@Siedlerin=
der fisch und der vogel haben sogar sehr viele gemeinsamkeiten. sie unterscheiden sich in ihren lebensräumen ja aber sie brauchen beide luft zum atmen, haben beide augen und legen eier.
nun sind dies zwei extreme beispiele von dir die dich an gott glauben lassen aber denk mal nicht so ins extreme! denk ein stück zurück. dann ist der vogel nämlich wieder ein dinosaurier, dies ist bewiesen. die flugsaurier von den du sicher schon gehöhrt hast wurden über all die jahre zu vögeln von denen s jetzt zigtausend verschiedene arten gibt.
so, und jetzt denken wir hinsichtlich der fische ein stück vor! der fisch kommt an land und entwickelt sich langsam zu amphibien wie zB der gut bekannte Frosch.
jetzt vergleichen wir nocheinmal. fisch vs. vogel. fisch/frosch vs vogel/dinos
dinos=reptilien frosch=amphibien.
jetzt musst du nur noch den klitzekleinen unterschied zwischen reptil und amphibie herausbekommen und du wirst sehen fisch und vogel sind sogar sehr "eng" verwandt.
da hat gott nichts mit zu tun! wenn gott das gemacht hätte dann sag ich dir jetzt mal das dein gott ein ziemlicher zeitverschwender ist oder er hat langeweile :) lol


ich persönlich finde den glauben an den kreationismus etwas naiv. der heutige horizont der menschen sollte mal langsam weiter reichen als an eine märchenfigur zu hoffen die jeden liebt und glückseeligkeit verschpricht an alle "gläubigen" verteilt.
 

Biank

Neuer Benutzer
Original von st@ck_overflow Nicht nur die Erbinformationen sind ähnlich, ich nehme mal du meintest nicht Proteine, sondern Aminosäuren. Davon gibts 20 Stück, die die codierung der DNS übernehmen.
Wenn du schon von der Codierung der DNS sprichst fand ich es übrigens immer sehr interessant, das nicht alle Lebewesen der Erde den selben Code benutzen. Es gibt zahlreiche Beispiele von Codes die von unserem Abweichen. Außerdem sind die Codes suboptimal, wie Wissenschaftler berechnet haben. Hätte ein perfekter Gott absichtlich einen unperfekten Code benutzt?
 

Moritz A.

Benutzer
Original von der_mensch1992
In der Schule muss ich einen Vortrag über die Frage "Evolution oder Schöpfung" halten, also möchte ich hier die Frage stellen ... was die Gedanken im Forum darüber sind.
Die Frage gibt bereits die Antworten vor. Man hat nun die Wahl, von zwei Möglichkeiten sich eine auszusuchen. Aber innerhalb der Religion stoßen wir auf vielerlei Schöpfungsmythen, denen gegenüber steht die wissenschaftliche Evolutionstheorie. Insgesamt ist es also eine Menge an Möglichkeiten, vor denen man wie ein Ochs vorm Berg steht. Nach welchen Kriterien entscheidet man sich? Und wenn man sich entschieden hat, dann gibt es andere mit der gegenteiligen Meinung. Wie findet man da nur heraus? Deshalb sagen einige, die Lösung stecke in der Vereinigung von Schöpfung und Evolution. Wäre denn das wahr? Wie finden wir Wahrheit, indem wir einfach die Priorität auf eine der Positionen setzen, vielleicht weil einer quasi am lautesten geschrieen hat, und sind vielleicht Argumenten auferlegen sind, die wir dann selbst vertreten, die aber unerkannt nicht wahr sind, weil wir zu leichtfertig "ja" gesagt haben? Können wir dann noch zurück, haben wir den Mut dazu, vor den anderen und vor sich selbst zu sagen, uns geirrt zu haben?

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Original von der_mensch1992
Selbst bin ich der Meinung das DER ANFANG von "Irgendetwas" geschaffen wurde, ...
Kann denn vor DEM ANFANG noch etwas stehen, das in der Lage ist, etwas zu erschaffen? Dann wäre der Anfang kein Anfang, sondern die Schaffung des "Anfangs" wäre frühestens der Anfang. - Oh, hoffentlich wird jetzt keiner konfus!
 

Biank

Neuer Benutzer
Original von Moritz A.
Kann denn vor DEM ANFANG noch etwas stehen, das in der Lage ist, etwas zu erschaffen? Dann wäre der Anfang kein Anfang, sondern die Schaffung des "Anfangs" wäre frühestens der Anfang. - Oh, hoffentlich wird jetzt keiner konfus!
Schön geschrieben. Zu deiner Frage, wie wir denn entscheiden sollten, was die Wahrheit ist, habe ich zwar keine definitive Antwort, ich glaube aber, dass man definitiv nicht danach Punkte vergeben sollte, was denn die älteste / traditionell akkzeptierte Version ist. Mythen sollten nicht über die Mythos-Stufe erhoben werden. Vor allem solch (meiner Meinung nach) unraffinierte Sachen wie Erschaffungsmythen.
 

BaumIran

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Ich finde es ist völlig hinfällig was der Anfang war: Ich sag nur Hähne und Ei. Wobei klar ist, dass sich die Hähne aus etwas anderem herausentwickelt hat und die Form des Eierlegens auch. Dito: Evolution => Es ist einfach eine Zunahme von Komplexität die durch eine Anpassung an andere Bedingungen entstanden ist. Krass, selten, schön: ja, aber deshalb gleich göttlich? nein.
 

Liesele

Aktives Mitglied
Schöpfung oder Evolution?
Die Menschen sind kein Produkt des Zufalls, erstanden aus toter Materie.
"Jemand" hat mir die Wahl gegeben, gut oder böse zu sein, Verantwortung in der Welt zu übernehmen, wir haben eine Seele und Gefühle, stehen manchmal staunend vor den Wundern der Natur.
Evolution = Schöfung = Sinn
 

Lucas

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Schöpfung oder Evolution?
Die Menschen sind kein Produkt des Zufalls, erstanden aus toter Materie.
"Jemand" hat mir die Wahl gegeben, gut oder böse zu sein, Verantwortung in der Welt zu übernehmen, wir haben eine Seele und Gefühle, stehen manchmal staunend vor den Wundern der Natur.
Evolution = Schöfung = Sinn
Spielt sich die Fähigkeit zu wählen gut/böse, Verantwortung übernehmen (oder auch nicht), ....., nicht auch innerhalb eines evolutionären Prozess ab?
Gesellschaften entwickeln sich, definieren Gut und Böse, was es heißt Verantwortung zu übernehmen, .......
Die Art wie wir denken ist nicht individuell.
Unser Gehirn ist in einer Millionen Jahre langen Entwicklung entstanden.
Alles was in diesem Hirn ist, ist von Außen reingekommen.
Wir besitzen ein kollektives Bewußtsein (der Menschheit, des Kulturkreises)
So individuell wie wir glauben sind wir nicht.
Es ist zu hoffen das uns die Evolution einen weiteren gesellschaftlichen Fortschritt im Denken beschert.
Ich denke aber schon das wir in die richtige Richtung gehen,
auch wenn das immer viele Jahrzehnte und Generationen dauert.
 
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