Rechtsschutzversicherung sinnvoll?

Hy alle zusammen,
ich wurde die letzte Woche wieder von meinem Versicherungsmenschen angeschrieben bezüglich eines neuen Termins, weil ich mich bei ihm über Riesterrenten und solche Dinge informieren wollte.
Jetzt stellt sich für mich nach einigen Recherchen auch die Frage nach einer möglichen Rechtsschutzversicherung.
Eine Rechtsschutzversicherung versichert das Kostenrisiko eines Rechtsstreites. Aber wie sehr werde ich sowas brauchen? Für wen ist sowas sinnvoll?! Ich bin ja nicht verheiratet. :D
Kann mir jemand sagen, für welche Menschen so eine Versicherung Sinn machen würde.
Hab mich hier:finanzprodukte24.de/rechtsschutzversicherung.html
auch schon mal informiert, aber ich werd aus den ganzen Versicherungen nicht allzu schlau und ich würde mich gerne vor dem Termin mit meinem Versicherungsheini auch noch einmal absichern, ob die für mich passend wäre. Riestern werd ich aber auch auf alle Fälle.
 

ghost1965

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alsooooo:

erstmal gibt es verschiedene anbieter und leistungen. im grundsatz gibt es mögliche streitereien vor folgenden hintergründen:

arbeitsrecht: ist für arbeitnehmer kostenlos.

klagen vor dem verwaltungs/ sozialgericht: auch.

bleibt verkehrs, miet, strafrecht, zivilrecht.

wenn du nicht viel verdienst, gibt es die prozesskostenhilfe und die beratungshilfe.

wirst du verurteilt, bleibste meist eh zu 100% auf den kosten sitzen. bekommste recht, zahlt es der andere.

dann kommt noch eine wartezeit von meist so um die 3 monaten hinzu und ggf. eine selbstbeteidigung von ca. 300.-€.

für mietrecht empfehle ich durchaus als alternative den mieterschutzbund, für soziales den sozialverband VDK und für verkehrsrechtschutz........frag mal beim adac nach.


thema riester......meine mich daran erinnern zu können, das sich das nicht wirklich lohnt. meinte, da gab es mal einen riesen wirbel um das riestern. ist noch gar nicht so lange her. :confused:
 

bokos

Aktives Mitglied
Original von ghost1965
alsooooo:

erstmal gibt es verschiedene anbieter und leistungen. im grundsatz gibt es mögliche streitereien vor folgenden hintergründen:

arbeitsrecht: ist für arbeitnehmer kostenlos.

thema riester......meine mich daran erinnern zu können, das sich das nicht wirklich lohnt. meinte, da gab es mal einen riesen wirbel um das riestern. ist noch gar nicht so lange her. :confused:
Woher hast du die Information, dass man als Arbeitnehmer, wenn man vor das Arbeitsgericht geht, nichts bezahlen mußt?

Original von ghost1965

thema riester......meine mich daran erinnern zu können, das sich das nicht wirklich lohnt. meinte, da gab es mal einen riesen wirbel um das riestern. ist noch gar nicht so lange her. :confused:
Also bei dem Vertrag, den ich habe lohnt es sich definitiv nicht! Wenn ich 100% der Zuschüsse erhalten möchte, die möglich sind, dann müßte ich soviel bezahlen, dass ich es mir nicht mehr leisten kann. Ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich den Vertrag kündige. Denn wenn ich das Glück habe bis 2040 (wenn meine Rente beginnt) nicht arbeitslos und somit Sozialhilfeempfänger zu werden, dann werde ich spätestens dann, wenn ich in Rente gehe ...
 

ghost1965

Aktives Mitglied
@bokos.......war mir so in meiner erinnerung!


...und man kann sich selber vertreten, bekommt jedoch tips bei der erstellung der klage etc. also es ist kein teurer anwalt nötig - jedoch ratsam, je nach fall und lage!


Original von bokos


Woher hast du die Information, dass man als Arbeitnehmer, wenn man vor das Arbeitsgericht geht, nichts bezahlen mußt?

ich meinte diesen passus! :red:

Kosten des Arbeitsgerichtsverfahrens
Wichtig: In der ersten Instanz trägt jede Partei die Kosten des eigenen Anwalts, egal wie das Arbeitsgerichtsverfahren ausgeht. Grundsätzlich entstehen bei der Durchführung eines erstinstanzlichen Arbeitsgerichtsverfahrens in Deutschland Gerichtskosten (§ 1 Abs. 2 Nr. 4 GKG), weil das nach dem Gerichtskostengesetz auch vor den Gerichten für Arbeitssachen nach dem Arbeitsgerichtsgesetz anzuwendenist. Diese hat derjenige zu tragen, der im Rechtsstreit unterliegt, bzw. im ArbG-Verfahren derjenige, der die Kosten vom Gericht auferlegt bekommt. Wird das Verfahren in erster Instanz durch einen Vergleich beendet, entfallen die Gerichtskosten. Erhoben werden dann nur noch gerichtliche Auslagen (Zustellungkosten, Zeugengebühren, Sachverständigenkosten).

..hätte vorher nochmal nachlesen sollen, bevor ich es hier schreibe! :red: :red: :red:
 
Erstmal danke.
Ich hör von so vielen Leute, soooo viele verschiedene Ansichten. Echt schwierig sich in dem Djungel an Informationen heute zu recht zu finden.
Selbst vertreten würd ich mich aber nicht. Im Zweifelsfall... :D
 

ghost1965

Aktives Mitglied
genau das ist das problem. es gibt einfach zu viele tarife für alles mögliche. auch kommt es drauf an, wie dein lebenswandel so ist und wie du drauf bist.

gibt ja leute, die rennen wegen jedem pups zum anwalt..... :yes: :red:
 

borisHart

Aktives Mitglied
Also nach einiger Recherche im Internet hab ich verschiedene Preise gefunden. Es gibt da fuer jede Art von Versicherung so deutliche Preisunterschiede. Doch wenn man genug reherchiert findet man teilweise Rechtsschutzversicherung, Haftpflichtversicherung und Hausratversicherung günstig (oder auch jegwelche andere Versicherung). Es kommt natürlich auf den Anbieter an - denn es ist ja ein Harter Konkurrenzkamf.
 

bokos

Aktives Mitglied
Und die Frage ist, ob man unbedingt immer das günstigste Angebot nehmen sollte!

Manchmal ist es auch von Vorteil eine etwas teurere Versicherung zu nehmen aber hat alles bei einem Versicherer. Im Schadenfall zeigen sich die Versicherungen dann evtl auch großzügiger wenns die Regulierung eines Schadens eine "kann" und nicht "muß" für die Versicherung sein kann.

Beispiel: Ich hab meine Versicherungen alle bei einer Versicherung! Resultat war, dass die Versicherung mir als danke für die Hausratversicherung kostenlos die Komplimentärversicherung (oder wie die heißt) für zwei Jahre kostenlos dazu gegeben hat. Und es kam wie es kommen mußte und mein Keller stand letztes Jahr unter Wasser. Ich hab dadurch meinen Schaden ersetzt bekommen, weil sonst nicht versichert gewesen wär.
 
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