Glaubt Ihr an Gott?

Sonnenschein

Moderator
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Zitat von daVinnci:
"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
Sonnenschein, ist diese Aussage wirklich richtig?
Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllt, in dem: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." 15 So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so seht zu, daß ihr nicht untereinander verzehrt werdet.
Jakobus 4.2)



„DU SOLLST DEINEN NÄCHSTEN LIEBEN WIE DICH SELBST"
2196 Auf die Frage, welches das erste Gebot sei, antwortete Jesus: „Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden" (Mk 12, 29-31).
quelle:http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P7X.HTM

"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." das ist mein Motto im leben!
Ich kenne nicht alle Zitate aus der Bibel auswendig, aber ich habe viel von meinen Eltern gehört und gesehen wie die Beiden miteinander umgegangen sind.

Und ich möchte Dir sagen : Meine verstorbene Eltern sind für mich ein Vorbild.
Ich laufe nicht jeden Tag zur Kirche und bete zu Gott.
Ich habe meinen Weg im Leben gefunden und ich versuche den Menschen, die Hilfe brauchen, zu helfen.

So bin ich eben, nach dieser Überzeugung lebe ich, aber ich schreibe natürlich niemandem vor, wie er zu leben hat.

Im Endeffekt interpretieren wir den Satz gleich bzw. ähnlich. Man kann solche Textstellen für sich auslegen wie man möchte, vor allem im Alten Testament ist es schwierig eine eindeutige Bedeutung zu finden. Ich denke aber, dass wir am Ende auf den selben Nenner kommen.
 
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Sonnenschein

Moderator
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Was ist, wenn ich mich hasse (und das tun viele, sich selbst hassen), soll ich dann auch meinen Nächsten hassen?


Ja, auch Jesus fordert uns lt.Bibel auf auf uns selbst, die Geschwister und die Eltern zu hassen,
aber auch das ist ein Übersetzungsfehler, von denen es sehr viel in den Bibeln(!) gibt. (Lukas 14.26)



14,26 Als erstes sagte er denen, die ihm folgten, dass sie ihn über alles lieben müssten, wenn sie ihm folgen wollten. Er meinte jedoch nicht, dass man einen bitteren Hass in ihren Herzen gegenüber "seinem Vater und seiner Mutter und seiner Frau und seinen Kindern und seinen Brüdern und Schwestern" hegen sollte, sondern betonte, dass die Liebe zu Christus so gross sein muss, dass alle andere Liebe im Vergleich dazu wie Hass erscheint (vgl. Matth 10,37).
Keine Familienbande dürfen einen Jünger von seinem Pfad des völligen Gehorsams gegenüber dem Herrn abbringen.
Es geht nicht nur darum, unsere Verwandten weniger zu lieben, sondern wir müssen sogar unser "eigenes Leben" hassen! Statt ein Leben zu führen, das sich um uns selbst dreht, muss sich unser Leben um Christus drehen.
 
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daVinnci

Benutzer
Statt ein Leben zu führen, das sich um uns selbst dreht, muss sich unser Leben um Christus drehen.
Wenn ich das tue, dann liebe ich mein Leben! Also fordert uns Jesus auf unser Leben zu lieben!

Damit wollte ich nur deutlich machen, dass wir die Bibel nicht wörtlich lesen sollten, denn sie bedarf der Auslegung.
Die "Millionen-Frage" ist nun: Wer legt sie richtig aus? Die Pius-Brüder?, die Zeugen-Jehovas? , die Mormonen?, die rk?, die grk? die ev?, die....?
 

daVinnci

Benutzer
Das mit dem "Kontext" lesen finde ich überaus putzig. Immer dann wenn "Gläubige" keine Antwort auf Widersprüche in der Bibel haben, kommt: "Das muss Du im Kontext lesen!"

Also vor ca. 2.000 Jahren sagte Jesus den Menschen etwas. Und die, die Jesus nicht verstanden gingen nach Hause und lasen den Kontext! ;)
 

Joaquin

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Nun meinst Du hier von Gläubigen ausgehen zu können und dass es Jesus wirklich gegeben hat. Das wirkt nun aber so, als wärst Du der Gläubige.
 

Joaquin

Administrator
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Du gibst an, Jesus hätte vor 2000 Jahren zu den Menschen gesprochen. Einen handfesten Beweis wirst Du dafür kaum erbringen können, aber Du erzählst darüber, als hätte es ihn tatsächlich gegeben. Das sagt mir, dass Du an seine damalige Existenz glaubst. Wie weit man vom Glauben zum Gläubiger wird, lasse ich hier mal dahin gestellt sein. Aber wenn man doch so an ein Ereignis vor knapp 2000 Jahren glaubt, ist das doch eigentlich schon ein recht fester Glaube :)
 

Babel

Aktives Mitglied
Ob man an Gott glaubt oder nicht, Liebe zu den Mitmenschen ist in der Tat der einzige Weg, Frieden in der Welt zu schaffen.
So wie in intakten Familien, Gruppen, Gesellschaften, Länder, Kontinenten, .... schließlich in der ganzen Welt.
 

daVinnci

Benutzer
Joaquin: "Einen handfesten Beweis wirst Du dafür kaum erbringen können,..."

Nun, das mit den Beweisen ist immer so eine Sache. Beweisen kann ich jemand nur etwas, der vom Intellekt oder der Intelligenz in der Lage ist Schritte mit zu gehen. Z.B. kenne ich einige Menschen, denen könnte ich nicht beweisen, dass die Wurzel aus 144 = 12 ist. Warum nicht? Sie kennen das "kleine Einmaleins" nicht!

PS: Bist Du in der Lage zu beweisen, dass es ihn nicht gab?
 

Joaquin

Administrator
Teammitglied
Joaquin: "Einen handfesten Beweis wirst Du dafür kaum erbringen können,..."
Wurde etwas anderes behauptet?
PS: Bist Du in der Lage zu beweisen, dass es ihn nicht gab?
Brauche ich ja nicht, denn ich habe weder dies noch das Gegenteil davon behauptet.

Lass gut sein, Du hast schon an anderer Stelle festgehalten, dass Du mein Wissen deinem nicht für ebenbürtig erachtest. Viel Spaß weiterhin beim Spekulieren, was ich kann, weiß und wer ich so bin. Auch in dieser Hinsicht, überlasse ich dich ganz deinem Glauben. :)
 

daVinnci

Benutzer
Unsere Aufgabe (Sinn des Lebens) ist es vom Glauben zum Wissen zu kommen und an dieses Wissen können wir dann glauben..

Blinder Glaube ist Geistesträgheit!

PS: Die "Millionenfrage": Welche Religion hat Gott?
 

Lucas

Aktives Mitglied
Alles was man mir im (ev.) Religionsunterricht beigebracht hat glaube ich nicht.
Das mir vermittelte Gottesbild halte ich für sehr hinderlich, um mich spirituell entwickeln zu können.
Die organisierte Religion vertritt ihre Ziele.
Ich habe diese als den Versuch der gesellschaftlichen Gleichschaltung erfahren.
Eine Organisation tut immer das was im Sinne der Organisation ist.
Selbst dann wenn sie die Wahrheit verkünden würde,
die Wahrheit würde zur Lüge, weil sie zum Nutzen der Organisation mißbraucht wird.

M.E. ist die Selbsterfahrung der einzige Weg sich in einem spirituellen Sinne zu entwickeln.
An erlernten Gottesbildern festzuhalten hilft einem (jedenfalls mir) nicht.
Trotzdem, mit diesem Zitat von Meister Eckhart kann ich etwas anfangen:

Alles was man von Gott denken kann,
das ist Gott ganz und gar nicht.
Was Gott an Sich Selbst ist,
dazu kann niemand kommen
der nicht in ein Licht entrückt wird,
das Gott Selber ist"

Meister Eckhart

Das was hier mit "Licht" beschrieben wird kennt vielleicht ein jeder aus irgend einem Moment in seinem Leben.
Man muß hier natürlich auch aufpassen das man da nichts hineininterpretiert.
Erfahrungen, Trost, Hilfe, Erkenntnis, ......, das alles mit einer ungewohnt starken Tiefe,
das ist spürbar/erlebbar.
Als erzählte Geschichte ist das meist nicht darstellbar, es wird ungenau oder falsch.
Ich glaube nicht das Gott eine Person ist, auch das Gott so wie eine Person funktioniert.
Manchmal bekommt man in einer belastenden Situation die Kraft die man braucht,
manchmal kommt genau zur rechten Zeit die hilfreiche Erkenntnis,
macht man religiöse Propaganda daraus, so trifft es das Erlebte nicht.

Warum eigentlich muss Gott ein Substantiv sein?
Warum kein Verb?
Das aktivste und dynamischste von allen?

Mary Daly
 

daVinnci

Benutzer
Ich glaube nicht das Gott eine Person ist, auch das Gott so wie eine Person funktioniert.
Das ist auch meine Erkenntnis.
Mein kleiner, an Raum und Zeit gebundener Verstand kann die Dimension unseres Schöpfer-Gott nicht greifen. Was ich aber kann, ist seinen Willen erfahren, der in den Gesetzen der Natur erkennbar wird.

GOTT ist die Kraft die die Natur treibt!
 
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