Geist macht Körper krank oder umgekehrt?

simio

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Was denkt ihr?
Passiert es öfter, dass der Geist den Körper krank macht oder dass der Körper den Geist krank macht (also als Beispiel: bekommt man Genickschmerzen, weil man Stress hat oder ist man schlecht drauf, weil man Genickschmerzen hat...)?

Und findet ihr das System, wie es im Moment ist, gut?
Also dass seelische Probleme erst dann ernstgenommen werden, wenn sie schon beinahe ausarten (Burnout, Geisteskrankheiten etc.), anstatt schon beim Stress anzusetzen und auch Erholungsbedarf als Krankheitsgrund durchgehen zu lassen?
 

ghost1965

Aktives Mitglied
ich bin der meinung, das der "geist" sehr wohl einen einflüss auf unser körperliches wohlbefinden hat und umgekehrt.

das system (gesundheitssystem) steckt derzeit noch in den kinderschuhen zu diesem thema. hier gibt es potential zur verbesserung.

burnout und depressionen sind oft schwer zu erkennen für aussehnstehende und die betroffenen, da gerade im anfangsstadium, oft von...ich fühle mich matt, aufgebraucht, reif für urlaub...also vielschichtige symtomatik hat.

viel interessanter wäre es, burnout/ depressionen als berufskrankheit anzuerkennen. und mal zu hinterfragen, wieviele es überhaupt betrifft.

aber nicht nur das gesundheitssystem hat potenzial zur verbesserung, man müsste die arbeitsprozesse , sprich den leistungsdruck mal genauer betrachten und entsprechend abändern.

geisteskrank....das wort finde ich nicht nur schlecht gewählt....sondern deplaziert!

geisteskrank ist für mich jamand, der im geiste krank ist! nicht jemand der psychisch erkrankt ist!
 

AlmaM

Benutzer
Das ist eine gute Frage, die du da stellst. Ich glaube, es können sich beide Systeme beeinflussen, ob es aber mehr an der Psyche oder am Körper liegt kann ich aber nicht sagen.

Ich bin auf jeden Fall dafür Depressionen, Burn-Out und Ähnliches ernst zu nehmen. Allerdings bekomm ich so den Eindruck, dass es auch viele gibt die das ausnutzen, sprich es gibt Leute die ihre Faulheit und Arbeitsunwilligkeit als Burn-Out abtun, ich kenne persönlich leider ein paar solche Persönlichkeiten...

Auf jeden Fall muss man auf einen Gleichgewicht achten, und sich bewusst sein, dass Gesundheit das Wichtigste ist, und nicht das Geld das man verdient durch die Aufopferung der Gesundheit.

Für mich ist es sehr wichtig, auch mal Zeit für mich zu haben, und mich zu entspannen, kurze Zeit in der Infrarotkabine zum Beispiel, ein neues Buch lesen oder einen Spaziergang machen sind alles Dinge, die mir dabei helfen...
 

simio

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Original von ghost1965
geisteskrank....das wort finde ich nicht nur schlecht gewählt....sondern deplaziert!

geisteskrank ist für mich jamand, der im geiste krank ist! nicht jemand der psychisch erkrankt ist!
Das war schon absichtlich so gewählt.
Aber Geist und Psyche sind dasselbe - das eine ist nur Deutsch, das andere Griechisch, aber die beiden Worte bezeichnen dasselbe - oder was würdest du da als den Unterschied festlegen?

Ich denke auch, dass viele Leute es ausnützen würden, wenn man etwa berechtige Krankenstände aufgrund psychischem Bedarf nach Ruhe, Ausgleich, Urlaub etc. einführt, allerdings denke ich, dass es weniger Leute ausnützen würden als es jetzt Leute brauchen würden und nicht bekommen können.
Ich stimme ghost aber voll und ganz zu, wenn er sagt, dass das eigentliche Problem nicht dieses, sondern falsche Arbeitsvorgänge und -systeme sind.

Alleine, wenn ich mir ansehe, wie viel für den Müll produziert wird, frag ich mich, warum wir uns alle so stressen. Wenn Firmen nur nach Nachfrage produzieren würden und all das Geld, das via Rohstoff, Maschinenzeit, Energiekosten, Transportkosten, Lagerkosten und letztenendlich Entsorgungskosten dafür verbraucht wurde, an ihre Mitarbeiter abgeben würden, dann könnten diese weniger arbeiten für mehr Geld, die Firmen würden dasselbe rausbekommen, aber wir hätten viel weniger Stress.
 

ghost1965

Aktives Mitglied
@ simio,

für mich sind geisteskranke diejenigen, die anderen schaden zufügen. (vergewaltiger, mörder, terroristen etc) ein psychisch erkrankter, schadet meist nur sich selbst.

so sehe ich das zumindest. :yes:
 

Elkie

Aktives Mitglied
Also die Definitionen würde ich mal anderen überlassen: http://de.wikipedia.org/wiki/Geisteskrankheit
Aber zu der Frage die gestellt wurde möchte ich sagen - ja sicher kann dass so sein, es gibt viele Gründe warum man krank wird und noch nicht alles ist erforscht, aber denk alleine mal daran warum es uns im Winter oft nicht gut geht, wir haben zu wenig Sonnenlicht, Bewegung - all das fehlt und wenn die Sonner wieder rauskommt erleb ich das zumindest als Befreiung! Körper und Seele sollten im Einklang sein!
Zu den Infrarotkabinen: kenn ich auch: hier
UNd ich tendiere auch dazu - wenn ich mies drauf bin hab ich öfter Kopfweh oder hab nen schlechten Magen!
 

superminze

Benutzer
Original von simio

Passiert es öfter, dass der Geist den Körper krank macht oder dass der Körper den Geist krank macht (also als Beispiel: bekommt man Genickschmerzen, weil man Stress hat oder ist man schlecht drauf, weil man Genickschmerzen hat...)?

Und findet ihr das System, wie es im Moment ist, gut?
Also dass seelische Probleme erst dann ernstgenommen werden, wenn sie schon beinahe ausarten (Burnout, Geisteskrankheiten etc.), anstatt schon beim Stress anzusetzen und auch Erholungsbedarf als Krankheitsgrund durchgehen zu lassen?
Der Geist kann den Körper krank machen, wenn man viel Stress hat z.B., seelische Probleme, wenig Freizeit, usw...

Der Körper kann den Geist krank machen, wenn man zu wenig schläft oder wenn man Schmerzen hat und erschöpft ist, wenn etwas mit der Ernährung nicht stimmt...
Ich finde das Thema total interessant, weil man sich meistens erst Sorgen macht wenn man die Symptomen spürt und nicht davor...

Am besten weniger arbeiten, weniger Stress, wenig diskutieren und mehr Freizeit und Schlaf :thumpsup:
 

AlmaM

Benutzer
Prima! Conclusio: Geist und Körper können beide einander krank machen. Um das zu vermeiden braucht man viel Entspannung, wenig Arbeit, mehr Freizeit, keine Probleme, keinen Stress, usw. Klingt ja theoretisch nicht shclecht, aber inwieweit das auch in der Tat umsetzbar ist bleibt offen... :p
 

Kunigunde

Benutzer
Hi!

Ich denke das beides ineinander greift, wobei ich ein sehr emotionaler Mensch bin, der viel nachdenkt..insofern ist mein geist oftmals am Rotieren und sorgt dafür, dass sich körperliche "Defizite" auftun... .

ich glaube hier ist auch jeder selbst so zu sagen seines eigenes Glückes Schmied...denn je nachdem wie man veranlagt ist, steckt man physischen Schmerz psychisch besser weg und umgekehrt.
 

ghost1965

Aktives Mitglied
ja, das hängt alles zusammen! egal, wierum man die sache angeht! :yes:

heißt ja nicht um sonst, körper und geist! stress schlägt ja vielen auf den magen, so als beispiel. :red:
 

Luigi

Neuer Benutzer
Man muss sich ja nur mal angucken, was Placebos so alles bewirken können. Das kommt dann ja auch alles aus dem Kopf und hat keine physiologischen Auswirkungen (vom Medikament her) und trotzdem geht es Menschen danach besser oder sie kurieren damit sogar ganze Krankheiten aus.

Manche kennen vielleicht auch das Experiment mit verschieden Schmerzstufen. Wenn man nicht hinguckt, kommt einem eine große Wunde nicht besoners schlimm vor, wenn man aber sieht, wie der Schmerz zugefügt wurde, steigt das Schmerzempfinden exponentiell an und selbst ein Nadelstich kann größere Schmerzen auslösen, als eine nicht zu sehende Fleischwunde.

Von daher denke ich, dass Körper, Geist und der "Kopf" (als rationaler Wahrnehmer) sehr eng miteinander verbunden sind und in steter Wechselwirkung stehen.
 

Kupid

Aktives Mitglied
Wollte zuerst sagen, dass der Geist den Körper krank macht, aber dann habe ich ein bisschen nachgedacht und ich begreifte, dass ich vor ein paar Tagen Bauchschmerzen hatte und total schlechte Laune deswegen hatte. Also ich denke, dass es gleichermaßen ist..
 
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