Für alle, die über 35 sind

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Gast2949

Guest
Wer über 35 Jahre alt ist, sollte das hier lesen, was ich von einem Freund kopiert habe.

Neulich an der Supermarktkasse machte mir die junge Kassiererin den Vorschlag, doch bitte eigene Taschen mitzubringen, anstatt neue Plastiktüten zu kaufen.
Ich erwiderte entschuldigend "Wir hatten das mit dem 'Umweltschutz' früher nicht so.". Sie entgegnete mir "Sehen Sie, das ist heute genau das Problem: Ihre Generation hat zu wenig zum Schutze der Umwelt und künftiger generationen getan!" Sie hatte völlig recht damit. "Umweltschutz" gab es damals zu "unserer" Zeit nicht.

Aber was hatten wir dann?
nach einigem Sinnen und schwelgen in Erinnerungen an das, was "unsere" Zeit so bot, habe ich hier die Dinge, an die ich mich erinnern kann: Damals brachten wir leere Milchflaschen, Bierflaschen, Colaflaschen und Selterflaschen als Pfandflaschen zurück. Das Geschäft brachte die Flaschen zum Hersteller. Der hat sie gereinigt und sie desinfiziert, damit sie mehrmals benutzt werden konnten. Die Flaschen wurden als richtig recyclet. Aber "Umweltschutz" gab es damals nicht.

Wir sind Treppen gelaufen, weil es nicht für jede einzelne Etage in jedem Bürogebäude und Kaufhaus einen Aufzug oder Rolltreppen gab. Wir sind zum Supermarkt gelaufen, anstatt uns in eine Maschine mit 300 PS zu setzen, um zwei Minuten Fußweg zu sparen. Aber die Verkäuferin hatte recht: "Umweltschutz" gab es zu unserer Zeit nicht.

Anstatt die wegwerfvariante zu kaufen, haben wir damals die Windeln gewaschen. Wir haben Wäsche auf der Leine im Hof getrocknet, anstatt dafür eine energiefressende Apparatur zu benutzen, die 230 Volt frisst - Windkraft und Solarenergie haben das für uns erledigt. Kinder bekamen die Kleidung der älteren Geschwister, und nicht bei jeder Gelegenheit brandneue Klamotten. Aber sie hatte trotzdem recht: "Umweltschutz" gab es damals einfach nicht.

Früher, zu "unserer Zeit", gab es einen Fernseher oder ein Radio im Haus. Und nicht jeweils beides in jedem Zimmer einschließlich der Toilette. Der Fernseher hatte das handliche Bild einer Serviette und nicht die Größe von Manhattan. In der Küche haben wir mit der Hand gerührt und gemischt, weil es dafür einfach keine elektrischen Geräte hatte. Zum Einpacken von zerbrechlichen Geschenken haben wir alte Zeitungen zerknüllt und in das Paket getan, und nicht diese Styro-Chips oder Blasenfolie. Zu "unserer Zeit" haben wir fürs Rasenmähen der 20 Quadratmeter hinter dem Haus keinen 10PS Motormäher angeworfen sondern einen menschbetriebenen Handmäher benutzt. Das war dann auch gleichzeit Sport, für den wir heute in ein Fitnesscenter laufen, wo wir auf elektrisch betriebenen Laufbändern joggen. Und doch hatte die Kassiererin recht: "Umweltschutz" hatten wir zu "unserer Zeit" nicht.

Waren wir durstig, dann tranken wir Wasser aus dem Wasserhahn. Wir haben nicht für jeden Schluck einen neuen Plastikbecher benutzt und das Wasser in Plastikflaschen aus dem Supermarkt geholt. Wir haben Füllfederhalter nachgefüllt und nicht gleich den ganzen Stift weggeworfen. Auch unsere Rasiermesserklingen haben wir getauscht, obwohl es doch viel einfacher ist, gleich den ganzen Rasierer wegzuwerfen, bloß weil die Klinge stumpf geworden ist. Aber "Umweltschutz" hatten wir nicht.

Damals nahmen Leute den Bus und Kinder fuhren mit dem Fahrrad zur Schule (oder sie gingen zu Fuß) anstatt ihre Mütter in einen 24-Stunden Taxi-Service zu verwandeln. Wir hatten in jedem Raum eine Steckdose. EINE. Und nicht gleich eine ganze Batterie davon, um elektrischen Schnickschnack im Dutzend zu betreiben. Und wir brauchten auch kein computerisiertes Spielzeug, was seine Signale 20.000km ins All sendet, nur um herauszufinden, wo der nächste Pizzaladen ist.

Aber ist es nicht traurig, dass die junge Generation herumlamentiert, wie verschwenderisch wir mit unseren Ressourcen umgegangen sind, weil wir damals keinen "Umweltschutz" hatten?


 
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Gast326

Guest
Jaja, ich kann's nicht mehr hören.
Früher war ja alles besser!?

Wenn es damals schon all den Komfort im Haushalt etc gegeben hätte, den es heute gibt, hätten die Menschen damals genauso davon Gebrauch gemacht.
Also, was ist schlimm daran, wenn eine Supermarktkassiererin den Vorschlag macht, eine eigene Tasche mitzubringen?
 
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Gast2949

Guest
Es ist natürlich Unsinn, dass früher alles besser war. Aber ich finde schon, dass ein Körnchen Wahrheit nicht zu leugnen ist.
 
G

Gast2949

Guest
Wer über 35 Jahre alt ist, sollte das hier lesen, was ich von einem Freund kopiert habe.



Neulich an der Supermarktkasse machte mir die junge Kassiererin den Vorschlag, doch bitte eigene Taschen mitzubringen, anstatt neue Plastiktüten zu kaufen.

Ich erwiderte entschuldigend "Wir hatten das mit dem 'Umweltschutz' früher nicht so.". Sie entgegnete mir "Sehen Sie, das ist heute genau das Problem: Ihre Generation hat zu wenig zum Schutze der Umwelt und künftiger generationen getan!" Sie hatte völlig recht damit. "Umweltschutz" gab es damals zu "unserer" Zeit nicht.

Aber was hatten wir dann?
nach einigem Sinnen und schwelgen in Erinnerungen an das, was "unsere" Zeit so bot, habe ich hier die Dinge, an die ich mich erinnern kann: Damals brachten wir leere Milchflaschen, Bierflaschen, Colaflaschen und Selterflaschen als Pfandflaschen zurück. Das Geschäft brachte die Flaschen zum Hersteller. Der hat sie gereinigt und sie desinfiziert, damit sie mehrmals benutzt werden konnten. Die Flaschen wurden als richtig recyclet. Aber "Umweltschutz" gab es damals nicht.

Wir sind Treppen gelaufen, weil es nicht für jede einzelne Etage in jedem Bürogebäude und Kaufhaus einen Aufzug oder Rolltreppen gab. Wir sind zum Supermarkt gelaufen, anstatt uns in eine Maschine mit 300 PS zu setzen, um zwei Minuten Fußweg zu sparen. Aber die Verkäuferin hatte recht: "Umweltschutz" gab es zu unserer Zeit nicht.

Anstatt die wegwerfvariante zu kaufen, haben wir damals die Windeln gewaschen. Wir haben Wäsche auf der Leine im Hof getrocknet, anstatt dafür eine energiefressende Apparatur zu benutzen, die 230 Volt frisst - Windkraft und Solarenergie haben das für uns erledigt. Kinder bekamen die Kleidung der älteren Geschwister, und nicht bei jeder Gelegenheit brandneue Klamotten. Aber sie hatte trotzdem recht: "Umweltschutz" gab es damals einfach nicht.

Früher, zu "unserer Zeit", gab es einen Fernseher oder ein Radio im Haus. Und nicht jeweils beides in jedem Zimmer einschließlich der Toilette. Der Fernseher hatte das handliche Bild einer Serviette und nicht die Größe von Manhattan. In der Küche haben wir mit der Hand gerührt und gemischt, weil es dafür einfach keine elektrischen Geräte hatte. Zum Einpacken von zerbrechlichen Geschenken haben wir alte Zeitungen zerknüllt und in das Paket getan, und nicht diese Styro-Chips oder Blasenfolie. Zu "unserer Zeit" haben wir fürs Rasenmähen der 20 Quadratmeter hinter dem Haus keinen 10PS Motormäher angeworfen sondern einen menschbetriebenen Handmäher benutzt. Das war dann auch gleichzeit Sport, für den wir heute in ein Fitnesscenter laufen, wo wir auf elektrisch betriebenen Laufbändern joggen. Und doch hatte die Kassiererin recht: "Umweltschutz" hatten wir zu "unserer Zeit" nicht.

Waren wir durstig, dann tranken wir Wasser aus dem Wasserhahn. Wir haben nicht für jeden Schluck einen neuen Plastikbecher benutzt und das Wasser in Plastikflaschen aus dem Supermarkt geholt. Wir haben Füllfederhalter nachgefüllt und nicht gleich den ganzen Stift weggeworfen. Auch unsere Rasiermesserklingen haben wir getauscht, obwohl es doch viel einfacher ist, gleich den ganzen Rasierer wegzuwerfen, bloß weil die Klinge stumpf geworden ist. Aber "Umweltschutz" hatten wir nicht.

Damals nahmen Leute den Bus und Kinder fuhren mit dem Fahrrad zur Schule (oder sie gingen zu Fuß) anstatt ihre Mütter in einen 24-Stunden Taxi-Service zu verwandeln. Wir hatten in jedem Raum eine Steckdose. EINE. Und nicht gleich eine ganze Batterie davon, um elektrischen Schnickschnack im Dutzend zu betreiben. Und wir brauchten auch kein computerisiertes Spielzeug, was seine Signale 20.000km ins All sendet, nur um herauszufinden, wo der nächste Pizzaladen ist.

Aber ist es nicht traurig, dass die junge Generation herumlamentiert, wie verschwenderisch wir mit unseren Ressourcen umgegangen sind, weil wir damals keinen "Umweltschutz" hatten?



Besser????
 

Anhänge

Maja

Neuer Benutzer
Wenn das alles so toll war, warum habe dann ältere Leute heutzutage genauso ein Handy, Internet
bzw. sämtliche Annehmlichkeiten die der technische Fortschritt mit sich bingt?
 
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Gast2949

Guest
So gesehen hast Du völlig Recht. Andereseits sieh mal, wie lange der technische Schnicksack heute hält. Nachdem die Garantie abgelaufen ist, beginnt das große Zittern, wie lange z.B. der schöne Flachbild-Fernseher wohl noch funktioniert. Geräte die früher hergestellt wurden, laufen teilweise heute noch. Steht ja auch außer Zweifel, dass grade die Plastiktüten ein arges Übel geworden sind. Sogar die Meere sind mit dem Plastikmüll schwer belastet. Hat eben alles seine Vor-und Nachteile.
 
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Gast4188

Guest
Hat eben alles seine Vor-und Nachteile.
Ja eben. Und alle machen mit. Dennoch wird man doch fragen dürfen, ob das wirklich immer die richtige Richtung war, die eingeschlagen wurde? Ob die Katastrophe, auf die unser Planet möglicherweise zusteuert vor 50 Jahren hätte aufgehalten werden können????
 

Maja

Neuer Benutzer
So gesehen hast Du völlig Recht. Andereseits sieh mal, wie lange der technische Schnicksack heute hält. Nachdem die Garantie abgelaufen ist, beginnt das große Zittern, wie lange z.B. der schöne Flachbild-Fernseher wohl noch funktioniert. Geräte die früher hergestellt wurden, laufen teilweise heute noch. Steht ja auch außer Zweifel, dass grade die Plastiktüten ein arges Übel geworden sind. Sogar die Meere sind mit dem Plastikmüll schwer belastet. Hat eben alles seine Vor-und Nachteile.
Bei den Geräten muss man halt auch auf die Qualität achten, denn wer lediglich nach Preislage kauft braucht sich nicht wundern wenn sein Gerät maximal die Garantiezeit überdauert.
Und bei statt einem Plastiksackerl kann man auch eine Papiertüte nehmen, oder noch besser - einen Einkaufskorb.
 

Eclair

Aktives Mitglied
Wer über 35 Jahre alt ist, sollte das hier lesen, was ich von einem Freund kopiert habe.



Neulich an der Supermarktkasse machte mir die junge Kassiererin den Vorschlag, doch bitte eigene Taschen mitzubringen, anstatt neue Plastiktüten zu kaufen.

Ich erwiderte entschuldigend "Wir hatten das mit dem 'Umweltschutz' früher nicht so.". Sie entgegnete mir "Sehen Sie, das ist heute genau das Problem: Ihre Generation hat zu wenig zum Schutze der Umwelt und künftiger generationen getan!" Sie hatte völlig recht damit. "Umweltschutz" gab es damals zu "unserer" Zeit nicht.

Aber was hatten wir dann?
nach einigem Sinnen und schwelgen in Erinnerungen an das, was "unsere" Zeit so bot, habe ich hier die Dinge, an die ich mich erinnern kann: Damals brachten wir leere Milchflaschen, Bierflaschen, Colaflaschen und Selterflaschen als Pfandflaschen zurück. Das Geschäft brachte die Flaschen zum Hersteller. Der hat sie gereinigt und sie desinfiziert, damit sie mehrmals benutzt werden konnten. Die Flaschen wurden als richtig recyclet. Aber "Umweltschutz" gab es damals nicht.

Wir sind Treppen gelaufen, weil es nicht für jede einzelne Etage in jedem Bürogebäude und Kaufhaus einen Aufzug oder Rolltreppen gab. Wir sind zum Supermarkt gelaufen, anstatt uns in eine Maschine mit 300 PS zu setzen, um zwei Minuten Fußweg zu sparen. Aber die Verkäuferin hatte recht: "Umweltschutz" gab es zu unserer Zeit nicht.

Anstatt die wegwerfvariante zu kaufen, haben wir damals die Windeln gewaschen. Wir haben Wäsche auf der Leine im Hof getrocknet, anstatt dafür eine energiefressende Apparatur zu benutzen, die 230 Volt frisst - Windkraft und Solarenergie haben das für uns erledigt. Kinder bekamen die Kleidung der älteren Geschwister, und nicht bei jeder Gelegenheit brandneue Klamotten. Aber sie hatte trotzdem recht: "Umweltschutz" gab es damals einfach nicht.

Früher, zu "unserer Zeit", gab es einen Fernseher oder ein Radio im Haus. Und nicht jeweils beides in jedem Zimmer einschließlich der Toilette. Der Fernseher hatte das handliche Bild einer Serviette und nicht die Größe von Manhattan. In der Küche haben wir mit der Hand gerührt und gemischt, weil es dafür einfach keine elektrischen Geräte hatte. Zum Einpacken von zerbrechlichen Geschenken haben wir alte Zeitungen zerknüllt und in das Paket getan, und nicht diese Styro-Chips oder Blasenfolie. Zu "unserer Zeit" haben wir fürs Rasenmähen der 20 Quadratmeter hinter dem Haus keinen 10PS Motormäher angeworfen sondern einen menschbetriebenen Handmäher benutzt. Das war dann auch gleichzeit Sport, für den wir heute in ein Fitnesscenter laufen, wo wir auf elektrisch betriebenen Laufbändern joggen. Und doch hatte die Kassiererin recht: "Umweltschutz" hatten wir zu "unserer Zeit" nicht.

Waren wir durstig, dann tranken wir Wasser aus dem Wasserhahn. Wir haben nicht für jeden Schluck einen neuen Plastikbecher benutzt und das Wasser in Plastikflaschen aus dem Supermarkt geholt. Wir haben Füllfederhalter nachgefüllt und nicht gleich den ganzen Stift weggeworfen. Auch unsere Rasiermesserklingen haben wir getauscht, obwohl es doch viel einfacher ist, gleich den ganzen Rasierer wegzuwerfen, bloß weil die Klinge stumpf geworden ist. Aber "Umweltschutz" hatten wir nicht.

Damals nahmen Leute den Bus und Kinder fuhren mit dem Fahrrad zur Schule (oder sie gingen zu Fuß) anstatt ihre Mütter in einen 24-Stunden Taxi-Service zu verwandeln. Wir hatten in jedem Raum eine Steckdose. EINE. Und nicht gleich eine ganze Batterie davon, um elektrischen Schnickschnack im Dutzend zu betreiben. Und wir brauchten auch kein computerisiertes Spielzeug, was seine Signale 20.000km ins All sendet, nur um herauszufinden, wo der nächste Pizzaladen ist.

Aber ist es nicht traurig, dass die junge Generation herumlamentiert, wie verschwenderisch wir mit unseren Ressourcen umgegangen sind, weil wir damals keinen "Umweltschutz" hatten?



Besser????

Früher hatten wir auch einen Kaiser und ein Haüschen mit Herz im Garten.
 

Fruitjuice

Aktives Mitglied
Ich hoffe, "die Neue" wird nicht gleich kritisiert, wenn ich was dazu sage. Ich mußte schmunzeln ... ich kenne das aus meine eigene Kindheit. Als Kind lebte ich noch in Deutschland, meine zweite Heimat. Meine Mama und ich waren jeden dritten Tag im R******t einkaufen. Dort hatten sie den Kunden braune Papiertüten zur Verfügung gestellt. Wir hatten die Papiertüten und unsere mitgebrachte Einkaufstaschen genutzt, statt die "teuren" Plastiktüten. Ich fand es damals "doof", denn immer wenn ich meine Mama beim Tragen half, konnte ich nicht sehen wo ich hinlief, weil die braune Papiertüte meine Sicht versperrte. Ich muß sagen, das wir damals sehr wohl "Umweltschutz" hatten, wenn auch vielleicht ungewollt. Die moderne Technik war damals noch nicht soweit, das wir jeden Handgriff mit der Maschine erledigen können. Meine älteren Geschwister hatten die Kleidungsstücke aufgetragen, ich nur zum Teil ... da ich bedeutend später zur Welt gekommen war. Eine Waschmaschine hatten wir erst, als ich 12 Jahre alt war. Meine Geschwister hatten sich das Geld vom Munde abgespart und hatten ihr die Waschmaschine geschenkt, um ihr etwas Arbeit abzunehmen. Den Uralt-Kasten von Fernseher wurde erst ausgetauscht, als der schon kaputt war. Ich habe den Fernseher geliebt, nicht wegen "Sandmännchen", sondern weil der gelb war. Um nicht alles aufzählen zu müssen, was damals bei uns "besser" war ... ich würde es lieber "anders" nennen ... auch die heutige Zeit hat viel Gutes. Ich denke, die Kassiererin hatte ihre eigene Meinung vertreten, aber sie hätte es dem Kunden nicht mitteilen müssen. Was meint ihr?
 

Der müde Joe

Aktives Mitglied
Interessant, wie bissig hier auf einen eigentlich wohl eher humorig gemeinten Beitrag reagiert wird. Man kann die Zeiten zwar vergleichen, aber nicht gegeneinander bewerten. Vieles, was man damals an Umweltfreundlichem tat, war einfach dem Mangel geschuldet. Anderes, was man an Umweltschädlichem tat, war einfach nicht im Bewußtsein oder galt als unvermeidlich.

Sinnvollerweise sollte man einfach heute versuchen, nachhaltig zu handeln. Der 300-PS-Bolide von heute stößt zugegebenermaßen weniger Schadstoffe aus, als mancher Kleinwagen von damals. Dennoch steht die Frage im Raum, ob es nicht 100 PS auch getan hätten, die ihrerseits noch einmal ressourcenschonender sind, als die 300 PS. Und man kann die Klimaautomatik auch ausschalten, wenn es nur 15°C hat. Man kann auch mal zu Fuß gehen, denn jeder Gang macht schlank.

Die Technik ist ja nicht an sich schlecht, noch ihr Besitz oder ihre Verwendung. Wenn es mit Augenmaß und Verstand geschieht.
 

maya

Aktives Mitglied
Auch wenn vielen der Beitrag nicht gefällt, ich finde ihn toll und stimmt es nicht, dass wir sehr oft ohne Nachzudenken, die Technik bemühen. Ich bin auch schon einige Zeit jenseits der 35, zähle mich aber noch nicht zur älteren Generation, habe auch Windeln gewaschen und mich gefreut, wenn sie wieder richtig weiß waren. Mein Enkelkind wurde schon mit Wegwerfwindeln versorgt, was sehr praktisch ist. Es war aber schon bemerkenswert, wie viele von den Dingern gebraucht wurden.
Ich habe einige Jahre im Ausland gelebt, da wurden die Einkäufe von einem Mitarbeiter sofort in Plastiktüten gepackt und dann fuhr man mit dem Einkaufswagen zum Auto und stellte die Tüten hinein. Das ist doch schon verrückt. Als ich dann einmal den Mitarbeiter bat, meinen Einkauf nur in den Wagen zu legen, war er ganz perplex und meinte, die kosten doch nichts. Das ist fast 20 Jahre her und heute muss man auch dort für Plastiktüten bezahlen und das ist gut so.
 

Fortuna

Moderator
Noch besser wäre, diese Tüten gar nicht mehr zu produzieren. Es gibt Einkausbeutel, früher hatten wir noch Netze. Ich denke, in dieser Sache braucht eine Generation der anderen nichts vorwerfen. Im Großen sind wir heute so unvernünftig wie früher.
 
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