Der Bischof von Rom trifft den Bischof von Moskau

Gewürz

Aktives Mitglied
Der Bischof von Rom trifft den Bischof von Moskau

Und zwar heute abend - auf Kuba.

Kein Jahrhundertereignis, sondern ein Jahrtausendereignis.

Das ist schon einen eigenen Thread wert.

Papst Franziskus ist am Freitag nach Kuba aufgebrochen, um dort den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. zu treffen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche flog morgens in Rom ab und sollte um 18.00 Uhr MEZ in der kubanischen Hauptstadt Havanna eintreffen. Seine Begegnung mit Kyrill I. soll das Ende der jahrhundertelangen Eiszeit zwischen der katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche einleiten.
Mehr dazu: http://www.stern.de/news2/papst-fra...t-kyrill-i--in-kuba-aufgebrochen-6695202.html

Ob die Eiszeit nun damit in echt zu Ende geht?

Man wird sehen.
 
G

Gast4188

Guest
Na und? Meinetwegen können die 3054 die 2000 Jahrfeier der Eiszeit gemeinsam feiern - aber nur wenn es bis dahin die Menschheit noch gibt, worauf ich keine 5€ verwetten würde :p
 

Sonnenschein

Moderator
Teammitglied
Fast 1000 Jahre nach der Kirchenspaltung ist es das erste Treffen eines katholischen Papstes mit einem russisch-orthodoxen Patriarchen.
Das ist ein historisches Ereignis und kann als Durchbruch bezeichnet werden.
Noch nie gab es solch ein Treffen, aus jahrhundertealten Gründen

unter:
http://www.welt.de/videos/article152146697/Moskauer-Patriarch-Kyrill-trifft-Papst-Franziskus.html
Live: Patriarch Kirill erreicht Kuba für historisches Treffen mit Papst Franziskus

Die Theologie der orthodoxen Kirchen ähnelt in vieler Hinsicht derjenigen der römisch-katholischen Kirche, im Detail gibt es allerdings diverse kleine Unterschiede. So sind nach römisch-katholischer Lehre die Kirchenväter der katholischen und orthodoxen Kirche dieselben, da sich die Trennung erst 1054, also aus römisch-katholischer Sicht lange nach dem Tode des letzten Kirchenvaters vollzog. Die Orthodoxen selbst kennen allerdings keine zeitliche Abgrenzung des Begriffs Kirchenvater, sondern sie bezeichnen auch herausragende Theologen späterer Zeiten so.
Die orthodoxen Kirchen verstehen sich als die ursprüngliche Kirche, von der sich alle übrigen Kirchen im Laufe der Geschichte abgespalten bzw. entfernt hätten (so auch die römisch-katholische Kirche). Daher verstehen sich die orthodoxen Kirchen auch als geistliche Heimat aller Christen in ihren jeweiligen Gebieten und sehen mit Befremden auf die zahlreichen evangelischen Konfessionen, insbesondere wenn diese auf dem eigenen Gebiet Parallelkirchen eröffnen. Auch für die Errichtung von Unierten Kirchen in Einheit mit Rom und von Bistümern der lateinischen Kirche in orthodoxen Ländern herrscht wenig Verständnis. Vor allem die russisch-orthodoxe Kirche verteidigt ihr kanonisches Territorium und wirft der römisch-katholischen Kirche Proselytismus vor. Aus katholischer Perspektive gesehen wird hingegen auf Gläubige der römisch-katholischen Kirche Druck ausgeübt, damit sie sich der Orthodoxie zuwenden.
Die orthodoxen Kirchen betonen den Wert der Einheit des Christentums, fast alle von ihnen haben sich dem Ökumenischen Rat der Kirchen angeschlossen und führen einen ökumenischen Dialog zwecks Annäherung mit der römisch-katholischen, den altkatholischen, den anglikanischen und evangelischen sowie den anderen orientalischen Kirchen. Sie lehnen es andererseits ab, sich durch Mehrheitsbeschluss Werte und Praktiken aufzwingen zu lassen, die nicht ihren Traditionen entsprechen (beispielsweise Frauenordination, Interkommunion, inklusive Sprache in der Liturgie, Befreiungstheologie).
Der Ausdruck Proselytismus (gr. προσέρχομαι prosérchomai „hinzukommen“) bezeichnete ursprünglich die Hinwendung anderer Völker zum Judentum. In heutiger Zeit ist es in der Religion bzw. Mission eine negative Bezeichnung für das Abwerben von Gläubigen aus anderen Konfessionen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften, die zum Eintritt in die eigene Konfession oder kirchliche Gemeinschaft bewegt werden sollen. Negativ ist die Bezeichnung vor allem dann, wenn mit dem Begriff Proselytismus nicht einfach nur eine freundliche Einladung verbunden wird, sondern unethisches Verhalten beim Versuch, andere zum Übertritt in die eigene Glaubensgemeinschaft zu überzeugen. Im christlichen Kontext Proselytismus mit Evangelisation gleichzusetzen, wäre demzufolge falsch – Evangelisation kann aber zu Proselytismus werden, wenn dabei die menschliche Würde durch Zwang, Täuschung, Manipulation und Ausnützung verletzt wird. Der Vatikan und der Weltkirchenrat distanzieren sich deshalb vom Proselytismus
quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Orthodoxe_Kirchen
https://de.wikipedia.org/wiki/Proselytismus



Das Morgenländische Schisma (auch Großes Schisma oder Griechisches Schisma) ist das Schisma zwischen den orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche.

Entscheidend für die Trennung waren nicht theologische Differenzen, sondern kirchenpolitische Faktoren. Die endgültige Trennung erfolgte römischerseits erst 1729, als die Kongregation für die Glaubensverbreitung die communicatio in sacris (Sakramentsgemeinschaft) mit den Orthodoxen verbot. 1755 erklärten die orthodoxen Patriarchen von Alexandrien, Jerusalem und Konstantinopel im Gegenzug die Katholiken zu Irrlehrern. Das Patriarchat von Antiochien schloss sich später an, das von Moskau jedoch nicht. Diese Erklärung ist von orthodoxer Seite bis heute nicht zurückgenommen worden, wohingegen die gegenseitige Bannung von 1054 während des Zweiten Vatikanischen Konzils von Papst Paul VI. und dem Ökumenischen Patriarchen Athinagoras am 7. Dezember 1965 zeitgleich in Rom und Istanbul in feierlicher Form „aus dem Gedächtnis und aus der Mitte der Kirche getilgt“ wurde und „dem Vergessen anheim fallen“ solle.
quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Morgenländisches_Schisma
 
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Gewürz

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Inzwischen ist der Papst nun in Mexiko.

Hoffen wir aber, dass jenes Treffen noch nachwirkt.

Erstmals seit seinem Amtsantritt besucht Franziskus Mexiko. Auf dem Weg dorthin schrieb er zuvor Kirchengeschichte mit einer Begegnung in dem sozialistischen Kuba.


Papst Franziskus ist nach seinem historischen Treffen mit dem russischen Patriarchen Kirill auf Kuba nach Mexiko weitergereist. Der Pontifex wurde am Flughafen in Mexiko-Stadt von Präsident Enrique Peña Nieto und seiner Frau Angélica Rivera begrüßt
http://www.focus.de/politik/ausland...nt-mehrtaegigen-mexiko-besuch_id_5281717.html
 

Sonnenschein

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Papst feiert Messe in Mexiko-Stadt | DW Nachrichten


Im Juni soll es nach langer Vorbereitung auf Kreta zu einem historischen Treffen aller orthodoxen Kirchen kommen. Der katholische Kirche gehören rund eine Milliarde Menschen an. In den vergangenen Jahrzehnten trafen Franziskus und seine Vorgänger zwar andere orthodoxe Patriarchen, aber bisher nicht den russischen.
guckst du hier:
http://www.rp-online.de/panorama/au...-franziskus-schreibt-geschichte-aid-1.5765111

http://www.domradio.de/themen/papst...st-franziskus-und-patriarch-kyrill-i-auf-kuba

http://www.welt.de/politik/ausland/article152193382/Papst-nennt-Patriarchen-seinen-Bruder.html
 
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