Brexit-Referendum

Joaquin

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Heute ist es soweit. Es geht für die Briten im Brexit-Referendum darum ob sie weiterhin ein der EU bleiben wollen oder nicht. Bleibt es beim alten, bleibt alles wie bisher und jeder wird orakeln, dass es den Briten mit einem Ausstieg besser gegangen wäre. Andersherum wird es jedoch interessant zu sehen, ob die Nationalisten mit ihren Aussagen Recht haben oder nicht. Ist der Zusammenhalt der EU und so gesehen im weitesten Sinne gut für das jeweilige Land oder schlecht?
Auch in Deutschland gibt es ja zahlreiche Euro-Skeptiker und die werden sich das hier genau anschauen.
 

Joaquin

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Nun wird sich zeigen, wie die Auswirkungen für Großbritannien und natürlich auch für Europa aussehen werden. Nicht jene die jetzt im Affekt an den Börsen und von Spekulanten getätigt werden, sondern die auf lange Sicht.
 

Sonnenschein

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Cameron tritt zurück


Der britische Premierminister David Cameron hat seinen Rücktritt für Oktober angekündigt. Er zog damit die Konsequenzen aus seiner Niederlage beim EU-Referendum für einen Brexit.


Der schnelle Überblick
Das ist passiert:
-Mehr als 50 Prozent der britischen Wähler haben für den Austritt des Landes aus der Europäischen Union gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei mehr als 70 Prozent.
-
Das Pfund verliert dramatisch an Wert, Aktienkurse weltweit stürzen ab.

http://www.spiegel.de/politik/ausla...igt-wegen-brexit-ruecktritt-an-a-1099511.html

Die Briten verlassen die EU. Bitter, aber so ist das nun mal in der Demokratie.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lucas

Aktives Mitglied
Nun wird sich zeigen, wie die Auswirkungen für Großbritannien und natürlich auch für Europa aussehen werden. Nicht jene die jetzt im Affekt an den Börsen und von Spekulanten getätigt werden, sondern die auf lange Sicht.
Es ist die Rede davon, das der Austritt der Briten, unser dt. Wirtschaftswachstum um 0,5% verringert.
Die Briten wird es härter treffen.
 

Rolf-Andreas

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Schottland möchte in die EU und das ist schonmal die erste Bombe, die England und Co erschüttert.
Da kann noch viel, viel mehr in die Luft gehen.
Wenn Schottland erneut abstimmt, dann Prost Mahlzeit für UK/Gross Britannien.

Dann haben die nur noch ein klein Britannien.

Finanzplatz London.. in Gefahr
Schottland weg..........in Gefahr
 
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Gast4188

Guest
....müssen auch nicht unbedingt Qualität haben.
Vor allem dann nicht, wenn man dem Souverän die Handlungen nicht rechtzeitig und hinreichend erklärt.
Der Souverän, also die Bürger, sind weit weniger blöd als und die Politiker glauben machen wollen.

Ich persönlich halte die Europäische Union für eine ganz tolle Sache. Leider ist die Idee inzwischen zu einer reinen Wirtschaftsunion verkommen.
Warum, frage ich mich, geht uns Bürgern das Bürokratenpack aus Brüssel mit Glühbirnen und Staubsaugern auf den Sack, während die Autoindustrie machen kann, was sie will? Und es soll keiner sagen, sie hätten es nicht gewusst - bzw. wenn sie nix gewusst haben, dann jagt sie weg.
Aber die Lobby.........
 

Rolf-Andreas

Bekanntes Mitglied
Die Lobby und die EU, eine riesige Story in Brüssel.
Scätzungsweise 20.000 Lobbyisten nehmen in Brüssel Einfluss auf die EU.
Klar das da nur Schei... rauskommen kann.

Wiki : 15.000 bis 30.000 LobbyistInnen arbeiten laut einer Schätzung des EU-
Parlaments in Brüssel. Davon etwa 70% für Unternehmen und
Wirtschaftsverbände.
Da könnte man eigentlich nur jubeln, dass die Briten das Handtuch werfen, wenn uns (BRD) das nicht auch noch 3 Milliarden mehr kosten würde, jedes Jahr an Zuzahlungen.
 

Joaquin

Administrator
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Bemerkenswert sind die Statistiken der Wahl. Jenen welche am längsten mit dieser Entwcheidung zu leben haben, sind die, deren Stimmen unterrepräsentiert sind, nämlich die Jugend. Und die Jugend hat für einen Verbleib in der EU gewählt.

image.jpeg


Ist unter diesem Gesichtspunkt dieses Referentum fair?

Auf jeden Fall zeigt dies viel mehr auf, ebenso wenn man beachtet, dass die Schotten ebenso in der Eu verbleiben wollen und die Iren sowieso.

Und wenn man sich noch anschaut, welche politischen Lager aus dem Ausland diesen Ausstiwg gutgeheißen haben, dann bekommt das schon einen merkwürdigen Beigeschmack.
 

Rolf-Andreas

Bekanntes Mitglied
Was glaubst du, wie ein EU-Referendum bei uns ausfallen würde? Unsere Volks̶v̶̶e̶̶r̶̶r̶̶ä̶̶t̶̶e̶̶r̶vertreter merken doch schon seit Jahren nicht mehr, dass sie gegen das Volk regieren :(
Schöm wäre es wenn sie es nicht merken würden, aber es ist das Gegenteil.

Sie wissen das sie gegen das Volk regieren und machen sorglos weiter, weil Michel ja immer denkt, es kann ja noch schlimmer kommen.
Also wieder Merkel wählen oder ähnliches.
Das wird von Politikern knallhart miz einkaökuliert.
Hier in Deutschland würde die Mehrheit für einen Verbleib in der EU stimmen.
Alleine schon aus Angst um Arbeitsplätze....

Ich denke in ein bis zwei Wochen hat sich die jetzige Hysterie gelegt und es geht weiter, auch mit UK nur halt mit Sonderstatus und da können alle das Gesicht wahren.
Dieser Plan besteht ja schon länger.
 

Rolf-Andreas

Bekanntes Mitglied
Bemerkenswert sind die Statistiken der Wahl. Jenen welche am längsten mit dieser Entwcheidung zu leben haben, sind die, deren Stimmen unterrepräsentiert sind, nämlich die Jugend. Und die Jugend hat für einen Verbleib in der EU gewählt.
Ist unter diesem Gesichtspunkt dieses Referentum fair?
Ist unter diesem Gesichtspunkt dieses Referentum fair??

Stell Dir doch mal vor, jeder der Rentner ist darf nicht mehr zur Wahl,
Jeder der Rentner ist, darf nicht mehr Auto fahren, nur dann wenn er die modernsten Steuerungssysteme etc. an Bord hat. Preis 50.000 Euro zusätzlich.
Jeder Rentner darf nur noch 1000 Kalorien zu sich nehmen.
Jeder Rentner muss nachweisen, dass er nur 20 Qm. Wohnraum nutzt. (Oder er zahlt eine Sonderabgabe von 1000 Euro monatlich)

Die Liste kann man unendlich ausdehnen.
Schau Dir doch mal die Zeit 33-45 an, was da jeder durfte und nicht.
 

Joaquin

Administrator
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Hier wirfst Du aber einiges durcheinander. Hier geht es nicht um den Ausschluss von Personen und auch nicht darum ganzen Personengruppen etwas zu verbieten. Es geht darum, dass jene die am stärksten von einer Entscheidung betroffen sind, diese nicht im selben Maße mitbestimmen konnten, wie jene die davon weniger betroffen sind. Das hat auch nichts mit Jugend, Alten oder Rentnern zu tun, sondern ist eine grundlegende Frage.

Jeder der Rentner ist, darf nicht mehr Auto fahren, nur dann wenn er die modernsten Steuerungssysteme etc. an Bord hat. Preis 50.000 Euro zusätzlich.
Jeder Rentner darf nur noch 1000 Kalorien zu sich nehmen.
Jeder Rentner muss nachweisen, dass er nur 20 Qm. Wohnraum nutzt. (Oder er zahlt eine Sonderabgabe von 1000 Euro monatlich)
Sind dies Dinge welche britische Rentner betreffen wenn sie weiterhin in Europa geblieben wären? Ich sehe nicht ganz den Zusammenhang.
 
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Gast4188

Guest
Und die Jugend hat für einen Verbleib in der EU gewählt.
Wieviel % der 18-24 jährigen ist denn zur Wahl gegangen? Vielleicht war 90% dieser Altersgruppe die Zukunft egal? Im Unterschied zu den alten Säcken die zu 90% zur Wahl gerannt sind, weil sie ihr gloreiches Empire wieder haben wollen?

Also: Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast ;)
 

Lucas

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Gerade im Radio gehört: Die Schotten bereiten jetzt ein neues Unabhänigkeits-Referendum vor.

Warten die jetzt bis die britische Regierung ihren Austritt offiziell bekannt gibt,
oder läuft das unabhängig davon ab?
 

Joaquin

Administrator
Teammitglied
Wieviel % der 18-24 jährigen ist denn zur Wahl gegangen? Vielleicht war 90% dieser Altersgruppe die Zukunft egal? Im Unterschied zu den alten Säcken die zu 90% zur Wahl gerannt sind, weil sie ihr gloreiches Empire wieder haben wollen?

Also: Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast
Naja, bei 72,2 Prozent Wahlbeteiligung, wird deine 90%-Spekulation hinfällig.

Aber es macht ja Sinn mit bekannten Zahlen zu arbeiten, anstatt nur ins blaue hinein zu spekulieren. Hast Du da zufällig Zahlen an der Hand?

Interessant ist auch die Auswertung der FAZ zum Brexit: http://www.faz.net/aktuell/politik/brexit/wahl-analyse-die-alten-waehlten-den-brexit-14301861.html
 

Joaquin

Administrator
Teammitglied
Das ging ja mal schnell. So schnell rudert man als Rechtspolulist in England nach einer erfolgreichen Wahl vom Wahlversprechen zurück. Nicht nur irgendein Wahlversprechen sonrdn eines der ganz großen. So versprach die UKIP auch immer wieder groß auf ihren Wahlbussen: "Anstatt 350 Millionen Pfund pro Woche nach Brüssel zu schicken, lasst es uns lieber ins Gesundheitssystem stecken"

Das hört sich nun vom Rechtspopulisten Nigel Farage im Interview ganz anders an und auch die Modereatorin ist darüber wenig entzückt:

Nigel Farage Admits NHS Claims Were A Mistake | Good Morning Britain
 
G

Gast4188

Guest
Aber es macht ja Sinn mit bekannten Zahlen zu arbeiten, anstatt nur ins blaue hinein zu spekulieren.
Das war die Intention meines Posts. So lange wir die Wahlbeteiligung je Altersgruppe nicht in absoluten Zahlen kennen, ist die Statistik reine Desinformation.

Hast Du da zufällig Zahlen an der Hand?
Leider nein, aber ich hätte sie schon gerne. Damit meine These widerlegt werden kann, dass junge Leute von heute viel uninteressiert oder zu dumm oder beides sind, um sich für ihre Zukunft ins Zeug zu legen.
 
G

Gast4188

Guest
Naja, bei 72,2 Prozent Wahlbeteiligung, wird deine 90%-Spekulation hinfällig.
Überhaupt nicht. In Deutschland ist der Anteil der 18-24-jährigen an der Gesamtbevölkerung unter 5%, der, der über 65-jährigen bei etwa 15%.
Selbst ein Totalausfall einer der beiden Altersgruppen macht die Wahlbeteiligung von 72% immer noch möglich ;)
 

Rolf-Andreas

Bekanntes Mitglied
Millionen haben Einspruch erhoben gegen den Brexit, also alles wieder zurück..????

http://www.t-online.de/nachrichten/...illionen-briten-fordern-neues-referendum.html

Online-Petition
Über drei Millionen Unterschriften gegen Brexit

26.06.2016, 13:12 Uhr | AFP

"Wir, die Unterzeichner, rufen die Regierung ihrer Majestät an, eine Regel anzuwenden, wonach es ein weiteres Referendum geben sollte,
wenn das Remain- oder Leave-Votum unter 60 Prozent bei einer Beteiligung von unter 75 Prozent liegt", heißt es in der Petition.

Bei dem Referendum hatte sich eine Mehrheit von 51,9 Prozent der Wähler für den Austritt Großbritanniens aus der EU ausgesprochen,
48,1 Prozent stimmten für den Verbleib. Die Wahlbeteiligung lag bei
72,2 Prozent. Bei einer Anwendung der von den Unterzeichnern beantragten Regel müsste ein zweites Votum abgehalten werden.
Das britische Gesetz sieht bei Referenden kein Mindestmaß für die Wahlbeteiligung oder den Stimmenanteil vor wie in einigen anderen Ländern.

Regierung muss sich äußern
Der Petitionsausschuss, der darüber entscheidet, ob Petitionen im Parlament diskutiert werden, tagt das nächste Mal am kommenden Dienstag.
Bereits wenn eine Petition mehr als 100.000 Unterschriften erreicht, muss sich die Regierung dazu äußern.
Bisher gab es dazu noch keine Stellungnahme von Premierminister David Cameron.
 
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